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Polen: Wechsel vom Quotensystem hin zu Einspeisetarifen
10.08.12

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Polen: Wechsel vom Quotensystem hin zu Einspeisetarifen

Auf einer Pressekonferenz Ende Juli 2012 hat der polnische Staatssekretär, Mieczyslaw Kasprzak, Änderungen im Fördersystem für erneuerbare Energien angekündigt. Vorgesehen ist die Einführung eines Einspeisetarifsystems, das das Quotensystem ersetzen soll. Die geplanten Änderungen werden jedoch nicht vor 2013 in Kraft treten. Folgende Technologien sollen im Gesetz berücksichtigt werden und eine Einspeisevergütung erhalten: Windenergie, Photovoltaik, Geothermie, Wasserkraft, Biogas, Biomasse, Wellen- und Gezeitenkraft. Neben der Einspeisevergütung wird eine Befreiung von der Verbrauchssteuer ebenfalls angedacht. Zusätzlich soll ein beschleunigter Netzzugang für kleinere Anlagenklassen ermöglicht werden. Der aktuelle Regierungsvorschlag kann Opens external link in new windowhier abgerufen werden (in polnischer Sprache). Mit den Änderungen im Förderregime wird voraussichtlich ein neues Ziel von 15,5 Prozent (vorher 15 Prozent) Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch von Regierungsseite ausgegeben.

Für die gegenwärtige Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen hat Polen seit 2005 ein Quotensystem eingeführt. Energieunternehmen, Erzeuger und Netzbetreiber müssen einen gesetzlich festgelegten Anteil an Strom aus erneuerbaren Energiequellen an die Endabnehmer verkaufen. Dieser Anteil betrug im Jahr 2011 10,4 Prozent und soll bis 2017 auf 12,9 Prozent ansteigen (vgl. Opens external link in new windowMarktnachricht vom 16.11.11).

Die polnische Regierung hat seit dem EU-Beitritt konsequent einen Reformprozess und die Anpassung des Energiemarktes an Ziele und Anforderungen der EU eingeleitet. Im Gas- und Strommarkt wurden Schritte in Richtung einer Liberalisierung und Demonopolisierung angestoßen, der Prozess ist allerdings noch nicht beendet.

Weitere Informationen: Opens external link in new windowWirtschaftsministerium Polen
Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu: Opens external link in new windowPolen

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