Griechenland kürzt die Förderung für PV-Strom ab Februar 2012
Seit Anfang Februar hat die griechische Regierung die Förderung für Solarstrom gekürzt. Im Zuge der allgemeinen Sparmaßnahmen Griechenlands werden nun auch die Subventionen für den Ausbau der Erneuerbaren zurückgefahren.
Das griechische Fördersystem für PV-Anlagen sieht eine halbjährliche Degression bis August 2014 vor. Zum 01. Februar 2012 war regulär eine Tarifabsenkung auf 333,81 Euro/MWh für PV-Anlagen über 100 kW geplant.Dieser Einspeisetarif wurde nun um 12,5 Prozent auf 292,08 Euro/MWh gesenkt. Bis August 2014 wird dann die PV-Vergütung auf bis zu 203,56 Euro/MWh weiter sinken.
Alle PV-Anlagen, die eine Genehmigung vor dem 01.02.2012 erhalten haben, behalten ihren ursprünglichen Vergütungsanspruch und sind von diesen Kürzungen nicht betroffen. Auch werden die Ausbauziele bis 2020, zu denen sich Griechenland gegenüber der EU verpflichtet hat, laut Energieministerium nicht gefährdet. Bis Ende 2011 hat Griechenland nach ersten Schätzungen 580 MW an Solarkapazität installiert. Das Ziel von 1.500 MW bis 2014 zu erreichen ist aus Sicht der Regierung deshalb als realistisch einzuschätzen.
Das windreiche und sonnenverwöhnte Griechenland hat in der Vergangenheit versucht Investitionen in erneuerbare Energien durch großzügige Einspeisetarife mit einer Laufzeit von 20 Jahren zu fördern. Nicht zu Letzt um die Wirtschaft Griechenlands ein Stück weit zu sanieren, präsentierte Athen auch Pläne, Europas größter Solarstromerzeuger werden zu wollen, und somit Investitionen von 26,2 Mrd. Euro in den kommenden Dekaden zu ermöglichen. Die aktuelle Änderung der Tarife steht jedoch nicht im Einklang mit diesen Plänen.
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Reuters
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