Aserbaidschan: PV-Offensive im Kaukasus
Der vorderasiatische Staat Aserbaidschan geht unter die Photovoltaik-Produzenten. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 30 MW an kristallinen Photovoltaik-Modulen startet eine staatlich geförderte Fabrik im Dezember 2011 den Betrieb. Dies gab der Vizepräsident der staatlichen Agentur für alternative und erneuerbare Energien, Jamil Melikov, bekannt.
Aserbaidschan hat im „State Program for Development of Fuel and Energy Sector in Azerbaijan“ einen 15-prozentigen Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien im Strommix als Ziel festgelegt . Derzeit beträgt der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung 9,3 Prozent (inkl. Wasserkraft).
Durch das neue PV-Modulwerk und den parallel dazu geplanten Bau eines 1,8-MW-PV-Kraftwerks im Westen der Hauptstadt Baku, kommt die Regierung diesem Ziel ein Stück näher. Darüber hinaus fördert die Regierung ein Leuchtturmprojekt mit 1.000 PV-Anlagen auf Wohnhäusern. Weitere Fördermodelle für die Solarbranche (u.a. Steuererleichterungen) werden derzeit diskutiert.
Aserbaidschan verfügt über günstige natürliche Voraussetzungen für die solare Strom- und Wärmeerzeugung. Die Sonneneinstrahlung beträgt durchschnittlich 1.500 bis 2.000 kWh/m² pro Jahr. Wegen mangelnder staatlicher Unterstützung wurde die Entwicklung jedoch bislang gehemmt. Die aktuellen Gespräche über Förderung der Solarenergie sind daher ein wichtiger Meilenstein für die Branche.
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