Erfolgsmeldung: Energie aus Biomasse in Indonesien – aussichtsreiche Chancen für deutsche Technologie
„Indonesiens Agrarwirtschaft birgt ein großes Potenzial für die energetische Nutzung von Abfällen. Und Deutschland hat die Technologien, Konzepte und Erfahrungen dafür.“ Mit dieser Aussage fasst Jan Rönnfeld, Leiter der deutsch-indonesischen Handelskammer (EKONID) die lukrativen Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmer zusammen.
In Anbetracht der vielversprechenden Möglichkeiten organisierte EKONID im Oktober im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien des BMWi eine AHK-Geschäftsreise, an der acht deutsche Unternehmen teilnahmen. Die Reise war eingebettet in die dreitägige Konferenz „German-Indonesian Renewable Energy Days“, die in enger Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisiert wurde.
Dass der Markt für Erneuerbare Energien in Indonesien an Potenzial gewinnt, bestätigt auch Rudolf Rauch, GIZ-Programmleiter für erneuerbare Energien in Indonesien. „Die indonesische Regierung zeigt sich sehr bemüht die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien zu verbessern, insbesondere im Bereich Bioenergie. Mit dem kürzlich angekündigten Einspeisetarif von 8 Euroct/kWh sind die Weichen für privatwirtschaftliches Engagement gestellt“.
Die Konferenz bot auch eine Plattform für den regionalen Wissensaustausch. Der Präsident der „Thai Palm Oil Crushing Mill Association“ präsentierte, wie in Thailand mit deutscher Technologie, Palmölabfälle effizient in Energie umgewandelt werden. Das erfolgreiche Vorreitermodell zeigt, wie wirtschaftlicher Wert und gleichzeitige Abfallverwertung einer Palmölmühle maximiert werden können.
Die German-Indonesian Renewable Energy Days sowie die Geschäftsreise wurden im Rahmen des Regionalansatzes Südostasien der Exportinitiative Erneuerbare Energien des BMWi umgesetzt. Südostasien bietet aussichtsreiche Geschäftspotenziale, speziell für deutsche Unternehmen der erneuerbaren Energiebranche. Allerdings stehen mit Blick auf die erfolgreiche Markterschließung insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen vor Herausforderungen. „Ziel der Exportinitiative ist es, Unternehmen bei der strategischen Zielmarkterschließung zu unterstützen. Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern sehen wir den Bedarf einer langfristigen und umfassenderen Unterstützung bei der Projektentwicklung.“, stellt Christina Wittek, BMWi-Referatsleiterin und Leiterin der Exportinitiative Erneuerbare Energien, heraus. Daher gibt es seit 2011 das so genannte Projektenwicklungsprogramm (PEP) in den südostasiatischen Ländern Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam, sowie Laos und Kambodscha. PEP Südostasien ergänzt das Serviceangebot der vor Ort ansässigen Auslandshandelskammern (AHK).
Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien finden Sie auf den Seiten des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
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