Georgien: EBRD und IFC investieren in georgisches Wasserkraftwerk
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) tätigt ihr erstes Investment in Georgien und finanziert den Bau eines Wasserkraftprojektes im Südwesten des Landes.
Die EBRD und die Internationale Finanz-Corporation (IFC) - eine Gesellschaft der Weltbankgruppe- gewähren der Georgian Urban Energy - eine georgische Tochtergesellschaft der türkischen Gruppe Anadolu Endustri Holding - einen Kredit in Höhe von 115,5 Mio. US-Dollar für den Bau und Betrieb des geplanten 87 MW-Paravani-Wasserkraftwerkes. Dabei beteiligen sich die EBRD mit einer Summe von 52 Mio. US-Dollar und die IFC mit 40,5 Mio.US-Dollar. Die restlichen 23 Mio. US-Dollar stammen aus einem Zusammenschluss von mehreren Geschäftsbanken.
Trotz großer Potenziale für den Ausbau von Erdwärme, Solar- und Windenergie, Wasserkraft und Biomasse, spielen erneuerbare Energien in Georgien momentan nur eine geringe Rolle. Eine Ausnahme bildet die Wasserkraftnutzung. Diese trägt bereits heute 80 bis 85 Prozent zur georgischen Elektrizitätserzeugung bei und soll weiter ausgebaut werden.
Vor kurzem kündigte der Kraftwerksbetreiber JSC Energo-Pro Georgia Pläne für den Bau von zwei weiteren Wasserkraftwerken mit einer Gesamtkapazität von 71 MW im gebirgigen Westen Georgiens an. Ein neues Leitungsnetz soll diese von Georgien aus mit der Türkei verbinden.
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