Indien: Lizenzrücknahmen von Solarprojekten ohne gesichertes Kapital
Die indische Regierung plant nach einem Kabinettsbeschluss bereits genehmigten Solarprojekten im Rahmen der Jawaharlal Nehru National Solar Mission (JNNSM) die Lizenz zu entziehen, wenn diese nicht bis zum 09. Juli 2011 die Finanzierung sicherstellen können.
JNNSM ist ein Teil des staatlichen National Action Plan on Climate Change. Insgesamt sollen bis 2022 20.000 MW netzgebundene Solarprojekte und 2.000 MW Off-Grid Projekte umgesetzt werden.
Nach erfolgter Lizenzvergabe wurden den Unternehmen sechs Monate zur Sicherstellung der Finanzierung eingeräumt. Hindernisse bei der Finanzierung ergeben sich vor allem durch die Zurückhaltung der Banken. Bedenken zur Finanzierung von Erneuerbaren-Energien-Projekten werden auf Grund geringer Erfahrungswerte und unsicherer Leistung der Anlagen unter den klimatischen Bedingungen geäußert. Bei einer geringen Einspeisung wird mit Zahlungsausfällen bei der Kredittilgung gerechnet.
Im Sektor der Solarenergie waren Ende 2010 in Indien 160 MWp Leistung installiert. Dahingegen bleibt die Windenergie weiterhin der am schnellsten wachsende Sektor der erneuerbaren Energien. Er hat mit über 13.000 MW installierter Leistung rund 70 Prozent Anteil an den erneuerbaren Energien.
Weitere Information:
Indian Ministry of New and Renewable Energies
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