Indien: Photovoltaikanlagen bieten wirtschaftliche Alternativen zu Dieselgeneratoren
In Indien wurden kürzlich 350 MW an Photovoltaikkapazitäten in mehreren Teilen zu maximal 20 MW vergeben (siehe auch
Meldung vom 07.12.11 ). Dies ist das Ergebnis der zweiten Ausschreibungen für Photovoltaikprojekte im Rahmen der Batch II der indischen National Solar Mission. Im Zuge der Ausschreibung sanken die gebotenen Abnahmepreise für Solarstrom auf bis zu 7,49 INR pro Kilowattstunde (ca. 0,108 Euro/kWh). Das höchste Gebot lag bei ca. 0,222 Euro/kWh.
Bei einem momentanen Haushaltsstrompreis von bis zu ca. 0,08 Euro/kWh kann Solarstrom dennoch noch nicht unmittelbar konkurrieren. Im Falle einer netzfernen Stromversorgung ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Hierfür werden in Indien vielfach Dieselgeneratoren betrieben. Für diese liegen die Stromgestehungskosten zwischen zehn und 15 INR/kWh (0,15 bis 0,23 Euro/kWh). Damit wird ein deutliches Marktpotenzial für PV-Anlagen als Alternative zur herkömmlichen Versorgung mit Hilfe von Dieselgeneratoren erkennbar.
Expertenschätzungen gehen von Kapazitäten an betriebenen Dieselgeneratoren in Höhe von insgesamt 15 GW aus, die zukünftig durch die PV-Anlagen substituiert werden könnten. Ein gesondertes Kapitel zum Markt für netzferne PV-Anwendungen findet sich im kürzlich veröffentlichten
Exporthandbuch Erneuerbare Energien Indien 2011/2012.
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renewable energy world
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