Indonesien: Regierung möchte staatlichen Energieversorger verpflichten mehr Strom aus Geothermieprojekten zu kaufen
Die Regierung des südostasiatischen Inselstaates steht kurz davor, eine Bestimmung zu erlassen, die zukünftig den staatlichen Energieversorger PLN dazu verpflichten Strom aus Geothermie aufzukaufen.
Der Generaldirektor des indonesischen Energieministeriums, Luluk Sumiarso, geht davon aus, dass die zuständigen Ministerien diesem Entwurf zustimmen werden. Der Referenzpreis für Strom aus Geothermieprojekten wird demnach auf 9,7 US-Cent pro kWh festgelegt.
Die Regierung will mit dieser Maßnahme, den Weg zur Fertigstellung einiger Geothermie-Projekte ebenen, die aufgrund der bisher bestehenden Unsicherheiten in puncto Stromverkauf nicht vollständig realisiert worden sind. Diese Projekte sind unter anderem Teil der zweiten Phase eines 10.000 MW-Kurzprogramms der Regierung.
In der Vergangenheit war Indonesien ein Hauptölproduzent der Region, heute unternimmt das Land große Anstrengungen durch die Erfahrungen aus dem Ölgeschäft seine geothermischen Ressourcen zu erkunden und zu erschließen. Erst im Januar dieses Jahres gab die deutsche KfW Bankengruppe dem Land einen Kredit in Höhe von 7,7 Mio. Euro, um eine Machbarkeitsstudie zu einem 55 MW-Geothermie-Projekt in der Provinze Aceh anzufertigen.
Derzeit sind Projekte mit einer Kapazität von rund 1.197 MW installiert. Prognosen gehen aufgrund des großen Potenzials von einem Zubau auf 3.500 MW bis 2015 aus.
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Jakarta Post
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