Japan: Erweiterung der Einspeisetarife auf alle EE-Technologien ab 2012 geplant
Ab April 2012 möchte der asiatische Inselstaat seine Bandbreite an förderfähigen erneuerbaren Energien ausbauen. Die Regierung Japans geht davon aus, dass noch in diesem Jahr die nötigen Gesetze verabschiedet werden sollen.
Gegenwärtig wird im Land der aufgehenden Sonne in erster Linie die PV-Stromerzeugung gefördert. Die staatlichen Stromversorger kaufen den nicht selbst verbrauchten Solarstrom von Hausbesitzern für etwa 60 US-Cent/kWh und für etwa 24 US-Cent/kWh von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) auf. Diese Einspeisevergütung soll zum April 2011 auf 42 US-Cent/kWh für Hausbesitzer gesenkt, und auf 40 US-Cent/kWh für KMU erhöht werden.
Umfangreichere Änderungen sind ab April 2012 zu erwarten.
Folgende Änderungen sollen 2012 in Kraft treten:
- die Einspeisevergütung soll neben der Solarenergie auch für Windenergie, Biomasse, Kleinwasserkraft und Geothermie gelten
- für die Solarenergie werden die Vergütungssätze für das Jahr 2012/2013 später bekannt gegeben, für die anderen Erneuerbaren-Technologien soll die Vergütung zwischen 18 und 24,5 US-Cent/kWh liegen
- auch unabhängige Energieversorger (independent power producers, IPP) sollen zum Aufkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen berechtigt sein, damit erhöht sich die Zahl der Abnehmer von regenerativem Strom
Für deutsche Unternehmen der Erneuerbaren-Branche gibt es insbesondere im Bereich von Nischenanwendungen und für Zulieferer gute Chancen auf dem japanischen Markt.
Weitere Informationen:
Reuters
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