Japan: Regierung plant 20 Prozent EE-Stromanteil in 2020 und die Abnahme regenerativ erzeugter Strommengen über Marktpreise ab Juli 2012
Das japanische Parlament verabschiedete am 26.08.2011 ein Gesetz, dass die Abnahme regenerativ erzeugter Strommengen mit Hilfe von Tarifen über Marktniveau garantiert. Nach diesem Gesetz kann der Handels-und Industrieminister Vorzugspreise für regenerativ erzeugte Strommengen festlegen - es sind jedoch noch keine spezifischen Tarifhöhen für die in Frage kommenden EE-Technologien zum in Kraft treten des Gesetzes am 01.07.2012 festgelegt worden.
Derzeit liegen bspw. die Abnahmepreise für überschüssig erzeugte PV-Strommengen von Privatkunden bei 42 Yen - für Unternehmen bei 40 Yen - pro erzeugter Kilowattstunde.
Erneuerbare Energien machen ca. 1 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Japan aus. Selbst unter Einbeziehung der Strommengen - erzeugt in Wasserkraftanlagen - liegt der EE-Anteil gegenwärtig bei ca. 10 Prozent. Im Nachgang der schrecklichen Kataststrophe in Fukushima kündigte Ex-Premierminister Kan drastische Änderungen in der Energiepolitik Japans an und gab im Mai diesen Jahres in Paris einen EE-Stromanteil von 20% in 2020 als Ziel bekannt.
Erste zögerliche Schritte zur Erreichung des Ziels sind erkennbar. So ist neben der neuen Gesetzgebung vor der Küste von Fukushima ein Offshore-Pilotprojekt mit schwimmenden Windkraftanlagen geplant - auch um zu helfen, die vom Erdbeben und dem Tsunami verwüstete Region wieder aufzubauen.
Vor der Reaktorkatastrophe erzeugte Japan ca. 30 Prozent seines Stroms durch Kernkraft und plante eine Ausweitung auf 50 Prozent bis zum Jahr 2030.
Weitere Informationen:
Ministry of Economy, Trade and Industry (METI),
Japan Times
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