Malaysia: Einführung von Einspeisetarifen geplant
Gegenwärtig befindet sich das südostasiatische Land im Einführungsprozess eines Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die erste Lesung des Gesetzes im Repräsentantenhaus (Dewan Rakyat) fand bereits im Dezember vergangenen Jahres statt. Die zweite, dritte und vierte Lesung sind für März und April vorgesehen, so dass das Gesetz im Juni in Kraft treten könnte, was mit der Einführung von Einspeisetarifen gleichbedeutend wäre.
Im Zuge der gesetzlichen Veränderungen steckte sich Malaysia auch neue Ziele bezüglich seines Photovoltaik-Ausbaus, wie der technische Berater des Energieministeriums, Ahmad Hadri Haris, gegenüber dem pv magazine bekannt gab. Haris geht davon aus, dass PV im Jahr 2050 insgesamt einen Anteil von 87,5 Prozent am gesamten Erneuerbaren-Mix und etwa 73 Prozent an der Stromversorgung des Landes haben wird.
Wie bereits bekannt gegeben wurde, wird Malaysia voraussichtlich eine Tarifspanne zwischen 0,4 US-Cent (0,31 Eurocent) bis zu 0,57 US-Cent (0,43 Eurocent) pro Kilowattstunde über eine Zeitspanne von 21 Jahren gewähren. Gebäudeintegrierte Anlagen (BIPV) sollen mit 57 US-Cent (43 Eurocent), Dachanlagen mit ca. 48 US-Cent (37 Eurocent) und Freiflächenanlagen mit ca. 40 US-Cent (31 Eurocent) vergütet werden. Gemäß Pusat Tenega Malaysia, der malaiischen Green Technology Corporation, betrüge die Amortisationszeit zwischen 11,2 bis 8,6 Jahren, je nach Installationstyp.
Das Einspeisetarifsystem wird nicht aus dem Staatsbudget finanziert, sondern durch ein Umlagesystem, durch das die Endkunden mit einem geringen prozentualen Aufschlag auf ihre Stromrechnung die Mehrkosten tragen. Verbraucher mit einem geringen Verbrauch sind von dem System ausgenommen.
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pv magazine
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