Malaysia: Vom Fertigungsstandort zum Absatzmarkt für PV
Bosch Solar Energy kündigte am 22. Juni Investitionen von 520 Mio. Euro für den Bau eines neuen Produktionsstandorts in Malaysia an. Die Fertigungsanlage soll die gesamte PV-Wertschöpfungskette abdecken. Damit folgt der Konzern dem Trend der PV-Branche zur Verlagerung der Produktionsstätten nach Asien, um Kosten zu senken und auch um die steigende Nachfrage in Asien nach PV-Anlagen besser bedienen zu können. In Malaysia fertigen unter anderem bereits First Solar und Q-Cells einen großen Anteil ihrer PV Module.
Aber nicht nur als Produktionsstandort ist Malaysia interessant. Für den asiatischen Solarmarkt wird in den nächsten Jahren ein Wachstum von jährlich 30 Prozent prognostiziert. Mit Blick auf die erwartete Marktkonsolidierung in Europa bietet Asien somit interessante Exportmöglichkeiten für deutsche Solarunternehmen.
Um die Nachfrage zu fördern, hat die Regierung Malaysias im April dieses Jahres ein ambitioniertes Einspeisetarifsystem für erneuerbare Energien verabschiedet, das besonders auf den Ausbau an Kapazität aus PV, kleiner Wasserkraft und Biomasse abzielt (vgl.
Meldung vom 03.05.2011).
Bis 2030 will die Regierung 4.000 MW an kumulierter Kapazität aus erneuerbaren Energien schaffen.
Weitere Informationen:
MBIPV Feed-in Tariff (FiT) pages,
Renewable Energy Bill (RE Bill)
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