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Südkorea: Chancen für deutsche EE-Unternehmen durch Freihandelsabkommen, Regierungsvereinbarung und Emissionshandel
22.11.10

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Südkorea: Chancen für deutsche EE-Unternehmen durch Freihandelsabkommen, Regierungsvereinbarung und Emissionshandel

Für deutsche Unternehmen ist Südkorea einer der wichtigsten asiatischen Absatzmärkte. Die Vorzeichen dafür, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren auch auf die Erneuerbaren-Branche ausweiten könnte, stehen gut. Bei einemTreffen im Rahmen des G20-Gipfels in Seoul vereinbarten die Regierungen von Deutschland und Südkorea eine engere Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien. So soll durch Business-Foren der Erfahrungsaustausch zu sauberen Technologien und Klimaschutz intensiviert werden. Ferner wird sich der generelle Marktzugang durch das am 16. September 2010 unterzeichnete Handelsabkommen zwischen der EU und Südkorea deutlich erleichtern. Es wird erwartet, dass das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Südkorea von derzeit 25 Mrd. Euro auf 44 Mrd. Euro in den kommenden Jahren anwächst. Zusätzlich verfügbares Investitionskapital für erneuerbare Energien und Energieeffizienz soll mit der für 2013 geplanten Einführung eines Emissionshandelssystems generiert werden. Der Gesetzesentwurf der Regierung muss noch vom Parlament verabschiedet werden.

Um den Ausbau der erneuerbaren Energie weiter zu fördern und zu stabilisieren, soll ab 2012 zudem eine Quotenregelung für mehr Investitionen sorgen. Im Rahmen des Renewable Portfolio Standards (RPS) wird ein Anteil von zwei Prozent am Stromverbrauch für 2012 und eine sukzessive Steigerung bis auf zehn Prozent im Jahr 2022 angestrebt. Eine weitere Maßnahme der südkoreanischen Regierung bildet die Etablierung eines Umweltfonds mit einem Volumen von knapp zwei Mrd. US-Dollar zur Unterstützung der heimischen Unternehmen in den Bereichen Emissionsreduzierung und Energieeffizienz (vgl. Meldung vom 20.07.2010).

Insgesamt zielt Südkorea auf die Stärkung der eigenen, exportorientierten Industrie im Bereich erneuerbare Energien ab, und sieht die Schaffung einer einheimischen Nachfrage vor allem im industriepolitischen Kontext. Dennoch bestehen für deutsche Unternehmen der Branche verbesserte Exportchancen. Ein Risiko dabei bleibt der schwankende Wechselkurs zwischen dem koreanischen Wong und dem Euro.

Weitere Informationen: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)Renewable Energy Korea 2010

Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu:  Südkorea

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