Thailands "Very Small Power Producers Programme" setzt erfolgreich Anreize zur Marktentwicklung
Der Primärenergieverbrauch Thailands betrug im Jahr 2008 insgesamt 1.042 TWh und stieg um etwa 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verbrauch setzte sich zu mehr als 40 Prozent aus Erdöl, zu 36 Prozent aus Erdgas sowie zu 16 Prozent aus Kohle zusammen. Die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen spielt bis Dato eine untergeordnete Rolle und ist durch Biomasse dominiert, welche zurzeit (inkl. Abfälle) 17 Prozent der Primärenergieerzeugung ausmacht.
Am 28. Januar 2009 hat die thailändische Regierung den „Alternative Energy Development Plan“ verabschiedet, gemäß dem der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2022 auf 20 Prozent des Endenergieverbrauchs steigen soll, was einer Energieerzeugung von 230 TWh entspricht. Seit der Einführung des „Small Power Programm“ in 2006 hat sich der Zubau der EE-Kapazitäten deutlich beschleunigt. Es wurden in den letzten vier Jahren Bioenergieanlagen von insgesamt 700 MW und Solarenergieanlagen von 16 MW installiert. Das „Very Small Power Producers Programme“ (VSPP) basiert auf einer Einspeisevergütung und richtet sich an Betreiber von kleinen Anlagen bis zu 10 MW installierter Kapazität. Die Vergütung setzt sich aus einem Entgelt (technologiebedingt) und einem Bonus (Adder). Der Bonus wird zusätzlich zum normalen Verkaufspreis für die ersten 7 bis 10 Jahre nach dem kommerziellen Projektstart gezahlt. In manchen Provinzen erhalten die PV-Betreiber bis zu 0,28 €/kWh. Zurzeit liegen Projektanträge von insgesamt 3.500 MW vor, deren überwiegenden Teil (2.100 MW) auf Biomasseprojekte entfällt.
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