Deutschland und Nigeria vertiefen Energiezusammenarbeit
Nigeria und Deutschland werden ihre Zusammenarbeit im Energiesektor intensivieren. Dazu wurde Mitte August in der nigerianischen Hauptstadt Abuja eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche eine Reihe gemeinsamer Projekte vorsieht: im Erdgas-Sektor, im Bereich der Instandsetzung und des Neubaus von Kraftwerken sowie bei der Ergänzung der Infrastruktur zur Stromversorgung. Auch Erneuerbare Energien sollen bei diesen Neuinvestitionen berücksichtigt werden. Mit diesen neuen Projekten soll eine Strommenge von jährlich 6.500 MWh erzeugt werden. Dies entspricht in etwa einer Verdopplung des momentanen nigerianischen Energiehaushaltes.
Für beide Seiten bietet die Absichtserklärung Vorteile: Die Expertise deutscher Unternehmen ermöglicht Nigeria den dringend benötigten Auf- und Ausbau seiner Energieinfrastruktur. Im Gegenzug sollen sich künftig deutsche Energieversorger umfassend an der Erdgasgewinnung in Nigeria beteiligen.
Das Abkommen ist Bestandteil eines Prozesses, den Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier mit seiner Reise nach Nigeria im August 2007 angestoßen hat. Damals vereinbarten der nigerianische Staatspräsident Yar’Adua und Bundesminister Steinmeier eine engere Zusammenarbeit im Energiesektor. Die bisher kaum ausgebeuteten Erdgasvorkommen Nigerias gelten als die siebtgrößten der Welt. Trotz des Reichtums an Energieressourcen ist die Energieinfrastruktur, vor allem die Stromversorgung, in Nigeria unzureichend. Deutsche Unternehmen werden in Zukunft umfassende Unterstützung bei der Instandsetzung und dem Ausbau der Energieinfrastruktur - auch im Bereich Erneuerbare Energien - leisten.
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