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Jordanien will EE-Anteil erhöhen
12.03.08

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Jordanien will EE-Anteil erhöhen

Jordaniens Wirtschaft befindet sich im Aufwind: In 2005 betrug das Wirtschaftswachstum 5%. Die voranschreitende Marktliberalisierung in den Bereichen Energie, Telekommunikation und Verkehr bietet der Privatwirtschaft interessante Investitionsmöglichkeiten. Das Freihandelsabkommen mit den USA (September 2001) und das Assoziierungsabkommen mit der EU (Mai 2002) setzen ebenfalls wichtige Impulse für die Entwicklung der jordanischen Volkswirtschaft. Bereits heute entfällt der größte Anteil der jordanischen Importe auf Deutschland.

Die jordanische Wirtschaft ist stark von Energieimporten abhängig: Erdölimporte aus Kuwait und Saudi-Arabien werden seit 2003 zu Weltmarktpreisen bezogen, Stromlieferungen stammen aus Ägypten und Syrien. Angesichts dieser Entwicklungen bekennt sich die Regierung des Landes zu einer Förderung der Erneuerbaren Energien: Bis 2025 sind Investitionen von rund 3 Milliarden USD im Energiesektor vorgesehen. Bis 2020 soll der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung von derzeit rund 1% auf 15% wachsen. Welche Impulse das in der Planung befindliche Erneuerbare Energien Gesetz hier setzen wird, bleibt abzuwarten. Jordanien zählt neben zwei weiteren arabischen Staaten zu den Unterzeichnern des Kyoto-Protokolls.

Die klimatischen Bedingungen des Landes bieten ideale Vorraussetzungen für eine verstärkte Nutzung der Solarenergie. Auch die Bedingungen für die Nutzungsmöglichkeiten der Windenergie sind gut.

Größere EE-Projekte existieren bisher nicht. In den 1990er Jahren wurden 1,35 Mio. m2 Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung in 30% der Wohnhäuser des Landes installiert. Es existieren zwei Windparks in Ibrahimyya (seit 1998) und in Hofa (seit 1996) mit einer Kapazität von insgesamt 1,52 MW. Zwei weitere Windparks mit einer Leistung von jeweils 25-30 MW sollen auf Grundlage von Build-Own-Operate-Vereinbarungen entstehen. Im Biogas-Bereich betreibt die Jordan Biogas Company ein 1 MW Projekt zur Stromgewinnung, das demnächst auf 5 MW erweitert werden soll.

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