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Libanons Energiesektor benötigt regenerative Erzeugungskapazitäten
19.03.08

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Libanons Energiesektor benötigt regenerative Erzeugungskapazitäten

Nach einem kriegsbedingten Wachstumseinbruch im Jahr 2006, stieg im Libanon das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2007 wieder um 2%. Für 2008 ist ein Zuwachs von 3,5% prognostiziert. Als rohstoffarmes Land deckt der Libanon fast seinen gesamten Primärenergiebedarf durch Rohstoffimporte. Die Kosten dafür sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Allein für den Einsatz von Schweröl und Diesel in der Stromerzeugung werden derzeit jährlich etwa 1 Mrd. USD ausgegeben. Aufgrund des stetig steigenden Stromverbrauchs kam es bereits Anfang 2006 zu Versorgungsengpässen und Stromausfällen. Mitte des Jahres 2006 wurden große Teile der Infrastruktur zerstört, was die Situation weiter verschärfte.

Der Stromsektor wird weitgehend von dem staatlichen Monopolisten Electricité du Liban (EDL) dominiert. 2002 hat die libanesische Regierung jedoch ein Energiegesetz verabschiedet, das eine schrittweise Liberalisierung des Strommarktes vorsieht. Im Bereich der Verteilung sind bereits einige kleinere Gesellschaften aktiv. Viele Fabriken betreiben kleinere Erzeugungsanlagen um den eigenen Energiebedarf zu decken. Allerdings ist es privaten Erzeugern bisher untersagt, Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Im Bereich der Erneuerbare Energien werden bislang hauptsächlich Wasserkraftwerke und solarthermische Anlagen zur Energieerzeugung eingesetzt. Der Anteil der Wasserkraft an der jährlichen Stromerzeugung liegt -je nach Witterung bei ca. 4 bis 7%. Der Großteil der Kraftwerke ist jedoch veraltet, erhebliche Investitionen scheinen notwendig.

Schätzungen zu Folge werden derzeit solarthermische Anlagen zur Warmwassergewinnung mit einer Fläche von etwa 10.000 qm pro Jahr zugebaut. Das Marktpotenzial ist mit geschätzten 1,5 bis 3 Mio. qm erheblich. Der Agrarsektor des Landes bietet gute Möglichkeiten für die energetische Nutzung von landwirtschaftlichen Reststoffen.

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