Weltbankstudie: Afrika braucht mehr Wasserkraft
Eine neue Studie der Weltbank zeigt, dass fast die Hälfte der 93 Billionen USD, die für die Verbesserung der afrikanischen Infrastruktur benötigt werden, in den Ausbau der Energieversorgung investiert werden müssen.
Mit einer Population von rund 800 Millionen Menschen, erzeugen die 48 subsaharischen afrikanischen Länder aktuell etwa die gleiche Energiemenge wie Spanien, einem Land mit einer Bevölkerung von nur 45 Millionen. Der afrikanische Energiesektor wuchs seit 1995 lediglich um durchschnittlich 1%, so die Weltbank. Dies entspricht einem Zuwachs der Erzeugungskapazitäten von weniger als 1.000 MW pro Jahr. Um der afrikanischen Nachfrage gerecht zu werden, wird die Stromerzeugungskapazität in Zukunft jedoch um mehr als 10%, bzw. über 7.000 MW pro Jahr wachsen müssen.
Die Weltbank-Studie Africa’s Infrastructure: A Time for Transformation stellte auf Grundlage der Untersuchung von 24 afrikanischen Ländern fest, dass vor allem der Ausbau von Wasserkraft das Defizit an verfügbarer Energie decken könnte.
Der kosteneffizienteste Weg neue Energiequellen zu generieren geht, laut Studie, über den regionalen Markt. So können regionale Vorteile durch die Implementierung und Erschließung von Wasserkraftprojekten in der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien und Guinea entstehen.
Ein solches Vorhaben würde Übertragungskapazitäten von 22.000 MW erfordern, um Energie von Land zu Land transportieren zu können. Der Anteil von Wasserkraft in Afrika würde dann im Vergleich zu den anderen Energiequellen von 36% auf 48% steigen.
Der Report kann auf den
Seiten der Weltbank heruntergeladen werden
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