Argentinien: Ausbau der Windenergie als Antwort auf die steigende Energienachfrage
Aufgrund des steigenden Energiebedarfs und der sinkenden Erdgas-und Erdölreserven setzt die argentinische Regierung verstärkt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien im eigenen Land, vor allem im Bereich der Windenergie. Das offizielle Ziel (Gesetz 26.190) ist es, bis 2016 einen Anteil der erneuerbaren Energien von acht Prozent an der Stromerzeugung zu erreichen. Daher sehen Experten gute Chancen für den Windenergiemarkt in den nächsten Jahren.
Das theoretische Potenzial für Windenergie ist im Vergleich zum technischen Potenzial um ein vielfaches höher. Laut einer aktuellen
Studie der Universität Comahue, liegt das theoretische Potenzial in der Region Patagonien durch seine relativ hohen Windgeschwindigkeiten von durchschnittlich 9m/s bis 12m/s, bei 200 GW. Die gesamte installierte Kapazität beträgt derzeit lediglich 32,2 MW, damit befindet sich der Windenergiemarkt in Argentinien erst im Anfangsstadium.
Um die offiziellen Ausbauziele zu erreichen wird mit Hilfe von Ausschreibungen der Ausbau der Erneuerbaren forciert
(siehe auch Meldung vom 23.09.10). Des Weiteren konnten sich auch einige lokale Windanlagenhersteller in der Branche einen Namen machen, wie z.B. IMPSA und NRG Patagonia.
Um den Energiemarkt weiter zu stabilisieren, setzt die argentinische Regierung neben dem stetigen Ausbau der Windenergie auf eine weitere Diversifizierung seiner Energiequellen einhergehend mit einer rückläufigen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Das kürzlich erschienene
Exporthandbuch Erneuerbare Energien Lateinamerika 2010/2011 analysiert die aktuellen Entwicklungen im argentinischen Windsektor.
Weitere Informationen:
Studie der Universität Comahue,
ENARSA
Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu:
Argentinien,
Windenergie.
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