Argentinien: Versteigerung von Stromerzeugungskontingenten - hohe Preise im regionalen Kontext
Wie die argentinische Empresa Pesquina (EPE) vor Kurzem mitteilte, liegt der Preis der erstmalig Ende des vergangenen Jahres durchgeführten Versteigerung von Stromerzeugungszertifikaten Höher als die Preise, die in der kürzlich durchgeführten Versteigerung von Stromerzeugungszertifikaten für den Windsektor in Brasilien erzielt wurden.
So erhalten Betreiber von Windfarmen in Argentinien einen Anteil von 127 USD / MWh. In Brasilien liegt die garantierte Vergütung dagegen bei 76,76 USD. Auch im Bereich der kleinen Wasserkraft liegt der erzielte Preis mit 162 USD / MWh relativ hoch. Beobachter sehen einen Grund für den im regionalen Vergleich hohen Preis in der allgemein geltenden höheren Risikobewertung des Landes.
Im Laufe des Vergabefahrens (Meldung vom 02.03.2010) wurden 22 Angebote mit ingesgesamt49 Projekten eingereicht; die Gesamtkapazität der Projekte beträgt rund 1.460 MW und entspricht damit einem Anteil von 6,6 % der installierten Kapazität in Argentinien. Das ursprüngliche Ziel der Versteigerung von zusätzlichen 1000 MW an EE-Stromerzeugungskapazitäten wurde damit weit überstiegen.
Der staatliche Energieversorger Enarsa plant, vier weitere Versteigerungen zu realisieren (Meldung vom 31.03.2010).
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