Brasilien erwägt die Einführung eines Gesetzes für den Netzanschluss von Strom aus Photovoltaik-Anlagen
Medienberichten zufolge will die Regierung Brasiliens bis Ende 2011 ein Gesetz zur Netzintegration von Strom aus Photovoltaik (PV)-Anlagen verabschieden. Die Gesetzesgrundlage zum Netzanschluss soll den breiteren Ausbau an Photovoltaik in Brasilien ermöglichen.
Maßgeblich vorangetrieben wurde dieses Vorhaben durch
RENOVE, die größte Nicht-Regierungs-Organisation zur Förderung und Integration der erneuerbaren Energien in die Nachhaltigkeitsagenda Brasiliens. Im Rahmen einer Projektförderung durch das
REEEP (Renewable Energy & Energy Efficiency Partnership) Programm konnte RENOVE ein Konzept zum rechtlichen und institutionellen Rahmen für ein langfristiges Solardachprogramm Brasiliens erarbeiten.
"Der PV-Markt Brasiliens war bisher sehr konzentriert auf Off-Grid-Installationen, aber durch das neue Gesetz wird auch die netzintegrierte PV in den nächsten Jahren anwachsen," glaubt Nelson Colaferro, CEO von BlueSol, einer Vertriebsgesellschaft für Solaranlagen aus Ribeirão Preto.
Was die Nutzung von erneuerbaren Energien in Lateinamerika betrifft, ist Brasilien ein Vorreiter. Neben der Nutzung der Wasserkraft, ist Brasilien auch bei der Herstellung und Nutzung von Bioethanol führend. Windenergieanlagen werden derzeit besonders an den Küsten im Norden des Landes ausgebaut. Nun soll der PV-Sektor nachziehen und den bestehenden Erneuerbaren-Strom-Mix aus Wasser, Wind und Bioenergie komplettieren.
Weitere Informationen:
pv magazine
Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu:
Brasilien,
Exporthandbuch Erneuerbare Energien Lateinamerika 2010/11,
Photovoltaik
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