Brasilien: Nachhaltigkeitskriterien in US-Beimischungsquote lässt ab 2012 eine stärkere Nachfrage nach brasilianischem Bioethanol erwarten
Die in Brasilien ansässige zuckerrohrverarbeitende Industrie stellt sich auf eine steigende Nachfrage nach Bioethanol ein und plant die Ausweitung der Produktionskapazitäten.
Man erwartet eine höhere Nachfrage aus den USA in 2012, da die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) im Renewable Fuel Standard einen erhöhten Anteil an nachhaltigen Rohstoffen für Kraftstoffmengen zur Beimischung vorschreibt. Jedoch genügt ein Großteil der in den USA erzeugten Biokraftstoffe den Anforderungen der EPA nicht.
Zur Beimischung zugelassenes Bioethanol muss über den gesamten Herstellungs- und Lebenszyklus betrachtet 50 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen als fossiler Kraftstoff. Das aus brasilianischem Zuckerrohr erzeugte Bioethanol wird diesbezüglich von der EPA anerkannt. Zwischen Februar und Oktober dieses Jahres haben sich 52 Ethanol-Produzenten aus Brasilien von der US-Umweltbehörde registrieren lassen. Damit besteht für sie die Möglichkeit in die USA zu exportieren. Insgesamt sind offiziell 107 brasilianische Unternehmen bei der EPA registriert.
Inwieweit die brasilianischen Unternehmen die Nachfragen bedienen können, ist nicht klar. Um steigende Exporte bzw. erhöhte Produktionsmengen zu ermöglichen, sind weitere Investitionen in Brasilien notwendig.
Weitere Informationen:
Zuckerohrbranchenverband Brasilien,
Businessweek
Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu:
Exporthandbuch Erneuerbare Energien USA 2010/2011,
Exporthandbuch Erneuerbare Energien Lateinamerika 2010/2011
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