Logo B M W I
Brasilien: Regierung verlängert Zeitraum für die Inbetriebnahme von Windfarmen unter PROINFA
19.01.11

zurück

Brasilien: Regierung verlängert Zeitraum für die Inbetriebnahme von Windfarmen unter PROINFA

Die brasilianische Regierung hat eine Ausnahmeregelung für Windkraftprojekte getroffen, die für die Förderung durch das mittlerweile offiziell ausgelaufene PROINFA-Programm gefallen sind. Laut Förderbedingungen hätten die insgesamt 14 Windprojekte bis Ende 2006 fertig gestellt werden müssen. Die Betreiber haben nun die Möglichkeit, diese Projekte bis Ende Dezember dieses Jahres an das Netz zu bringen. Diese insgesamt dritte Verlängerung wurde noch kurz vor der Amtsübergabe des Präsidenten Lula da Silva offiziell in Kraft gesetzt. Windparks, die zu diesem neuen Zeitpunkt nicht fertig gestellt worden sind, müssen mit einer Prüfung durch die brasilianische Regulierungsbehörde ANEEL sowie mit empfindlichen Vertragsstrafen rechnen.

Das in 2006 in Kraft gesetzte PROINFA-Programm hat durch die Zahlung einer Einspeisevergütung offiziellen Angaben zur Folge bis Ende 2006 insgesamt rund 3,3 GW an zusätzlichen Kapazitäten aus Wind- und Bioenergieanlagen sowie aus Kleinwasserkraftprojekten an das Netz gebracht.

Seit 2009 dominiert die Versteigerung von Stromerzeugungskontingenten als neue Form der Förderung in Brasilien. In einem öffentlichen Versteigerungsprozess bieten interessierte Unternehmen  einen fixen Preis pro MWh. Berücksichtigte Unternehmen erhalten ihren gebotenen Preis über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Februar 2009 rief die brasilianische Regierung erstmals zu einer Teilnahme im Windenergiebereich auf. Im August 2010 fand die zweite Auktion für Windenergie statt. Der durchschnittliche Angebotspreis lag bei BRL 134 / MWh (ca. 60 Euro / MWh) (vgl. Meldung vom 31.08.2010). Auch für Insellösungen auf Biomassebasis fand im vergangenen Jahr bereits eine Versteigerung statt.

Das vor Kurzem erschienene Exporthandbuch Erneuerbare Energien Lateinamerika 2010/2011 gibt einen Einblick in den Status des brasilianischen Marktes für erneuerbare Energien sowie weiterer wichtigste lateinamerikanische Energiemärkte.
Folgende Themen werden näher behandelt: Gegenwärtige Nutzung erneuerbarer Energien in Lateinamerika, Anwendungsgebiete und Entwicklungstrends, Förderbedingungen und gesetzliche Rahmenbedingungen, Netzanschlussbedingungen und Genehmigungsverfahren sowie spezifische Aspekte zur Projektentwicklung, aber auch Marktakteure und -strukturen.
Den Länderschwerpunkt bilden Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Mexiko. Ferner gibt die Publikation einen umfangreichen Überblick über den gesamten lateinamerikanischen Wirtschaftsraum. Das Handbuch kann direkt über den Onlineshop bestellt werden.

Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu: Brasilien, Windenergie 

Schnelleinstieg

Technologiefilter

Die Filterfunktion ermöglicht länder- und technologie- spezifische Abfragen zu kombinieren.

Über diese Seite

Vor Kurzem erschienen

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), eine Föderation von sieben Emiraten, haben ambitionierte Ziele bei den erneuerbaren Energien. Abu Dhabi, das größte Emirat, investiert bspw. in große Sol...

zum Artikel...

Derzeit basiert die Energieversorgung Indonesiens in erster Linie auf dem Einsatz fossiler Energieträger. Dabei wird der Primärenergiebedarf zu 39 Prozent aus Erdöl gedeckt. Kohle trägt mit weite...

zum Artikel...

Russland verfügt über ein ausgesprochen großes Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien. Demgegenüber liegt deren Anteil an der Stromerzeugung jedoch bei lediglich 1 % (ohne Wasserkraft). Davo...

zum Artikel...

Der indische Energiemarkt boomt. Unter anderem zielt die indische Zentralregierung auf den Bau und Betrieb von 20 GW an netzgebundenen und zwei GW an netzfernen Solarstromkapazitäten ab. Der Ausb...

zum Artikel...

Terminkalender

Sitzungssaal

Alle Veranstaltungen ausgewählter Branchentreffen im Überblick

Veranstaltungsübersicht

renewables - Made in Germany

Folgen Sie uns!

Xing
Twitter
RSS
 

Passwort vergessen?

Anmeldefehler