Chile: Diskussion um 20/20 Ziel im Strommarkt
Wie kürzlich bekannt wurde, wird innerhalb der chilenischen Regierung ein neues Ziel für den Anteil der regenerativen Energiequellen im chilenischen Strommarkt diskutiert. Bis 2020 sollen demnach insgesamt 20 Prozent des produzierten Stroms durch regenerative Energiequellen erzeugt werden. Ricardo Raineri, Energieminister des südamerikanischen Landes, hatte dieses Ziel in jüngster Vergangenheit bereits öfters öffentlich erwähnt.
Die derzeitig geltenden Rahmenbedingungen im Strommarkt verpflichten die Energieversorger über einen Renewable Portfolio Standard bis 2014 insgesamt 5 Prozent des verkauften Stroms über die sogenannten "Energías Renovables no Convencionales" (die große Wasserkraft zählt nicht zu dieser Kategorie) zu erzeugen. Dieser Mindestanteil erhöht sich bis 2024 jährlich um 0,5 Prozent; 2024 gilt dann eine verbindliche Mindestquote von zehn Prozent.
Sollte das derzeit diskutierte Ziel offizieller Teil der chilenischen Energiepolitik werden, rechnen Beobachter mit Anpassungen im legislatorischen Bereich. Nur so könnte ein Erneuerbaren Energien-Anteil von 20 Prozent im Strombereich bis 2020 erreicht werden.
2007 betrug der Anteil der regenerativen Energiequellen an der Stromproduktion ohne Berücksichtigung der Wasserkraft 5,3 Prozent.
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