Dominikanische Republik setzt auf Erneuerbare Energien
Die dominikanische Volkswirtschaft steht vor ernsthaften Energieproblemen, die das Wirtschafswachstum von 10,9% im Jahr 2006 überschatten. Da die Energieversorgung des Landes zu 85% auf fossilen Energiequellen basiert, sind die Kosten aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise enorm nach oben geschnellt. Ungenügende Investitionen im Energiesektor sind unter anderem auf Stromraub und die Schwierigkeiten der Energieversorger zurückzuführen, finanzielle Forderungen gegenüber Konsumenten durchzusetzen. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass die Energiepreise in der Dominikanischen Republik unter anderem doppelt so hoch wie beispielsweise in Kolumbien oder Mexiko sind. Derzeit zahlen Endverbraucher zwischen US$ 0,15 und 0,25 pro Kilowattstunde.
Um die Probleme in den Griff zu bekommen, hat die Regierung nun Maßnahmen ergriffen, die Investitionen im Energiebereich attraktiver machen sollen. Der Ausbau der regenerativen Energiequellen wurde mit dem im Mai 2007 verabschiedeten Fördergesetz für Erneuerbare Energien (Ley No. 57-07 de Incentivos a las Energías Renovables y Regímenes Especiales) forciert. Es bestimmt, dass der Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch bis 2015 auf 10% und bis 2025 auf 25% steigen soll. Außerdem sieht es die Befreiung von Zöllen auf importierte Anlagen und Maschinen sowie Steuerbefreiungen für Unternehmen vor. So sind unter anderem die in den ersten zehn Jahren erzielten Umsätze von der Steuer befreit. Unter das Gesetz fallen alle Energieformen bis zu definierten Kapazitätsgrenzen (Windparks bis 50 MW, Wasserkraftwerke bis 5 MW und solarthermische Anlagen bis 120 MW). Biokraftstoffe sind ebenfalls unter bestimmten Umständen steuerlich befreit.
In Kombination mit dem im April in Kraft getretenen Freihandelsvertrag DR-CAFTA, der den zollfreien Export in die USA und Zentralamerika ermöglicht, ergeben sich interessante Investitionsmöglichkeiten. Nach Angaben des Präsidenten der nationalen Energiekommission, sind bereits Angebote für Investitionen in Energieprojekte in Höhe von US$ 2 Mrd. eingegangen. Die Vorhaben sollen die Dominikanische Republik mit zusätzlichen 1.600 MW versorgen. Bereits Ende 2007 sollen neue Solar- und Windenergieanlagen zusätzlich 600 MW generieren. Ausländische Unternehmen, wie beispielsweise das führende spanische Photovoltaik-Unternehmen Isofotón, haben mit dem Bau von Produktionsstätten begonnen.
Weitere Informationen:
www.lateinamerikaverein.de
Ansprechpartner:
Ulrich Kaltenbach, Lateinamerika Verein e.V.
Tel. +49(0)40 – 413 431 46, Email: u.kaltenbach@lateinamerikaverein.de
Schnelleinstieg
Technologiefilter
Die Filterfunktion ermöglicht länder- und technologie- spezifische Abfragen zu kombinieren.
Vor Kurzem erschienen
Terminkalender
Alle Veranstaltungen ausgewählter Branchentreffen im Überblick











