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Geschäftsreise nach Argentinien
25.03.09

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Geschäftsreise nach Argentinien

Vom 02. bis 08.06. 2009 findet eine AHK Geschäftsreise nach Argentinien zum Schwerpunkt Bioenergie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist für den 03.06. in Buenos Aires geplant.

Argentiniens Primärenergieverbrauch von insgesamt 78 Mio t ROE (2006) basiert zu knapp 89 % auf Erdöl und Erdgas aus überwiegend heimischer Förderung und zu etwa 8% auf regenerativen Energiequellen. Rund 4,2% entfallen auf die Nutzung der Wasserkraft. Die energetische Nutzung von Abfällen der Forstwirtschaft sowie Bagasse machen rund 2% aus. Gemessen am Stromverbrauch lag der Anteil erneuerbarer Energien bei 36%, von denen rund 35% aus großen Wasserkraftanlagen und nur 0,1% aus Bioenergieanlagen stammten.Die argentinische Regierung plant eine Erhöhung des Erneuerbaren-Energien-Anteils an der Stromerzeugung ohne große Wasserkraft von derzeit 1% auf 8% bis zum Jahr 2016. Dafür sollen etwa im Bioenergiesektor die Kapazitäten auf 440 MW ausgeweitet werden. Erste Schritte in diese Richtung sind in den Jahren 2008 / 2009 mit der Planung von 11 konkreten Bioenergieprojekten auf der Basis von Klärgas, Bagasse und Abfällen der Forstwirtschaft in die Wege geleitet worden.

Argentinien verfügt über ein außerordentlich hohes Bioenergiepotenzial, wobei der Fokus bislang auf dem Biotreibstoffsektor lag. Im Biomassebereich sind derzeit mindestens 536 Kt überwiegend ungenutzte Holzabfälle und 800 Kt Bagasse für die Energieerzeugung verfügbar. Darüber hinaus ist auf 278.000 ha (2002) Eukalyptus als nachwachsender Rohstoff angepflanzt worden. In der Landwirtschaft entstehen pro Jahr ca. 34,4 Mio. t organische Abfälle, deren energetische Verwertung sich jedoch aufgrund der überwiegend extensiven Produktion schwierig gestaltet. Unmittelbar verfügbar sind jedoch die Abfälle aus der Lebensmittelindustrie, kommunale Abwässer sowie tierische Rückstände in Betrieben mit "Feed Lots" Rinderhaltung und in großen Geflügelzuchtbetrieben.

Die für Solar- und Windenergieanlagen geltende Einspeisevergütung ist bislang noch nicht auf Bioenergieanlagen ausgeweitet worden. Hier basiert die Förderung hauptsächlich auf verschiedenen Steuererleichterungen, zinsgünstigen Krediten und öffentlichen Ausschreibungen. Für den Zugang zum Stromnetz ist eine Registrierung beim MEM (Mercado Eléctrico Mayorista) erforderlich. Dabei werden an Erneuerbaren-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung keine besonderen Anforderungen gestellt. Der argentinische Bioenergiemarkt bietet sehr gute Geschäftsmöglichkeiten für Produzenten, Vertriebs- und Handelsunternehmen, Zulieferer und Berater aus den Bereichen Biogas, Biomasse und Biokraftstoffe. Dabei können sich deutsche Unternehmen direkt (Kapitalinvestition in Projekte) oder indirekt (technologische Beratung oder Technologieexport) an den geplanten Ausbauzielen und Projekten beteiligen.

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