Kuba: Biomasseprojekte für 250 Mio. US-Dollar geplant
Das britische Unternehmen Havana Energy Ltd. plant zusammen mit einem kubanischen Unternehmen insgesamt fünf Biomasse-Projekte für insgesamt 250 Mio. US-Dollar zu bauen. Die Anlagen werden Energie aus Bagasse, die bei der Verarbeitung von dem im Land weitverbreiteten Zuckerrohr als Abfallstoff entsteht, erzeugen. Das erste 32 MW-Projekt soll in der circa 40 km von Kubas Hauptstadt Havanna entfernten Ciro Redondo Zuckerfabrik entstehen.
Zuckerrohr und Zuckerrohrbagasse spielen in der kubanischen Industrie eine große Rolle. Laut Nelson Labrada, dem kubanischen Vizeminister für Zucker, könnte Kuba 40 Prozent seines Energiebedarfs durch Energie aus Zuckerfabriken und Bagasse-Kraftwerke decken. Schätzungen gehen davon aus, dass 56 Zuckerraffinerien mit Biomasseanlagen zur Stromerzeugung ausgestattet werden könnten. Die Nutzung dieser Potenziale ist auch Plan des kubanischen Ministeriums für Zucker im Zuge der „kubanischen Energie-Revolution“. Durch die Stromerzeugung in Zuckerfabriken sollen zusätzliche Kapazitäten in Gebieten mit derzeit wenigen eigenen Stromerzeugungskapazitäten aufgebaut werden.
Allgemein deckt Kuba derzeit nur 7 Prozent seiner Stromerzeugung mit Erneuerbare-Energien-Technologien ab. Besonders setzt die Regierung neben den Biomassekraftwerken auf die Entwicklung des Ethanolsektors. Darüberhinaus sind in der jüngeren Vergangenheit erste kleine Windparks entstanden. Photovoltaik wird vor allem zur ländlichen Elektrifizierung eingesetzt.
Weitere Informationen:
Havana Energy Ltd. – Unternehmenswebseite,
Pressemitteilung der Havana Energy Ltd.(PDF-Format)
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