Panama: Regierung bringt Gesetz zur Förderung der Windenergie auf den Weg
Panama gilt im zentralamerikanischen Vergleich als Land mit sehr guten natürlichen Bedingungen für die Nutzung der Windenergie. Erste Windprojekte mit einer Kapazität von 500 MW werden derzeit realisiert. Nun plant die Regierung, die Windenergie mit einem neuen Gesetz stärker zu fördern. Die Nationalversammlung stimmte einem entsprechenden Gesetzentwurf in der vergangenen Woche zu.
Bisher hatten Bertreiber von Erneuerbare-Energien-Projekten die Möglichkeit, neben der Inanspruchnahme steuerlicher Anreize den erzeugten Strom selbst zu veräußern, solange die maximale Kapazität der Projekte zehn MW nicht übersteigt. Darüber hinaus enthalten die Einführungsbestimmungen des Landes Präferenzregelungen für Komponenten regenerativer Energietechnologien.
Das neue Gesetz sieht vor, Windprojekte zukünftig über eine Versteigerung von Konzessionen zu fördern. Die zu versteigernden Stromerzeugungskontingente dürfen insgesamt nicht mehr als fünf Prozent des prognostizierten Verbrauchs im Strommarkt ausmachen. Die im Rahmen der Versteigerung vergebenen Verträge mit dem staatlichen EVU Transmisión Eléctrica (ETESA) haben eine Laufzeit von 15 Jahren. Der Staatssekretär für Energie, Juan Urriola, verwies in diesem Zusammenhang auf die strategische Bedeutung der Windenergie insbesondere in den trockenen Jahreszeiten, in denen die Wasserkraftkapazitäten des Landes nicht die volle Leistung erbringen können.
Weitere Informationen: Meldung auf der
Seite der Nationalversammlung
Gesetzentwurf (pdf)
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