Zentralamerika: Nicaragua setzt auf Wind- und Wasserkraft; Guatemala forciert Ausbau der Wasserkraft
In Zentralamerika werden verstärkt Investitionen im EE-Bereich getätigt. Nicaragua und Guatemala haben die Realisierung größerer Projekte bekannt gegeben. Weitere Investitionen werden in Zukunft erwartet.
Nicaragua
Die Energiewirtschaft Nicaraguas ist zu 70% von Erdölimporten abhängig. Offizielle Pläne sehen vor, in Zukunft den Großteil des Energiebedarfs durch Erneuerbare Energien zu decken. Branchenangaben zur Folge sind allein in diesem Jahr Direktinvestitionen im Elektrizitätssektor in Höhe von 290 Millionen USD geplant. Neben den nötigen Investitionen im Infrastrukturbereich entfällt ein Großteil auf Erneuerbare Energien Projekte. Nicht nur lokale Unternehmen, sondern auch ausländische Investoren sollen ihr Engagement verstärken.
Einer Studie des nationalen Instituts für Energie und Bergbau zur Folge liegt das natürliche Potenzial der Wasserkraft bei 3.280 MW, das der Geothermie bei 1.200 MW. Auch die Biomasse-Nutzung nimmt stetig zu: Insbesondere die Zuckerindustrie des Landes profitiert von diesem neuen Markt. Photovoltaik wird bisher nur in netzfernen Regionen eingesetzt.
Im Südwesten des Landes wird der US-amerikanische Investor Ashmore Energy den bereit existierenden Windpark Amayo ausbauen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 92 Millionen USD. Das bis 2010 zu realisierende 18 MW Wasserkraftwerk Hidropantasma führt zu Investitionen von rund 40 Millionen USD.
Weitere Informationen:
www.bfai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200803048012&source=DBNL&sourcetype=NL
Guatemala
Auch Guatemala forciert den Ausbau eigener erneuerbarer Erzeugungskapazitäten vor dem Hintergrund fehlender Ressourcen. Die nationale Kommission für die Erzeugung von elektrischer Energie CNEE (Comisión Nacional de Energía Eléctrica) hat insgesamt acht Baugenehmigungen für neue Wasserkraftwerke erteilt. Die Genehmigungen zur Durchführung der Machbarkeitsstudien wurden nach Angaben der CNEE bereits 2007 erteilt. Darunter fällt auch die Studie zum 162,5 MW großen Wasserkraftwerk Renace II, einem Projekt der Corporación Multi-Inversiones.
Das italienische Unternehmen Enel SpA möchte das Wasserkraftwerk Bellavista II mit einer Kapazität von 63 MW bis 2011 realisieren. Bei den übrigen Vorhaben handelt es sich um kleinere Projekte mit einer Größe von 3 bis 19 MW.
Weitere Informationen:
www.bfai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200802288003&source=DBNL&sourcetype=NL
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