Kanada: Gewinne durch Stromerzeugung aus Weinabfallprodukten
Nachdem in landwirtschaftlichen Betrieben zunehmend Biogas produziert wird, hat jetzt auch der erste Weinanbauer diese Stromquelle für sich entdeckt.Inniskillin Wines, eine der führenden Weinkellereien Kanadas hat sich mit dem Biogasproduzenten StormFisher Biogas und einem deutschen Beratungsunternehmen zusammengetan, um aus den Rückständen der Weinproduktion (Traubenkerne und –häute), dem sog. Trester, Strom zu erzeugen.
Jährlich fallen etwa 2.000t Trester aus der Weinherstellung an. Bislang mussten diese kostenpflichtig entsorgt werden. Dank des Vertrags mit StormFisher Biogas verdient die Weinkellerei jetzt sogar einen geringen Betrag für die Überlassung der Abfälle. Die Rückstände sollen in das geplante Biogas-Werk in Port Colborne eingespeist werden und so 2,5 MW Strom erzeugen.
Die Konzeption und Installation der Anlage übernimmt das deutsche Beratungsunternehmen Krieg&Fischer Ingenieure. Für die kanadische Firma StormFisher bietet sich eine Zusammenarbeit mit einem deutschen Partner deshalb an, weil Deutschland auf dem Gebiet der Stromerzeugung aus Bio-Abfällen als Weltmarktführer gilt. Im Moment befindet sich das Vorhaben noch im Genehmigungsprozess. Mit der Inbetriebnahme der Anlage wird 2009 gerechnet.
Weitere Informationen:
www.bfai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200801088003&source=DBNL&sourcetype=NL
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