Kanada: Neuschottland setzt auf kommunale Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien
Ende April dieses Jahres stellte die Provinzregierung Neuschottland ihr neues Programm zur Förderung erneuerbarer Energien vor. So sollen bis 2015 insgesamt 25 Prozent des in der Region benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Ende August wurde das bestehende Ziel von offizieller Seite weiter erhöht: Die relativ kleine Provinz strebt nun an, bis 2020 rund 40 Prozent des Strombedarfs auf Basis regenerativer Energien erzeugen zu wollen.
Um dieses Ausbauziel zu erreichen, führte die Provinz das sogenannte "COMFIT - Program" / "Community-Based Feed in Tariff", ein kommunales Einspeisetarifsystem ein. Durch das Programm sollen mindestens 100 MW aus kleineren kommunalen Projekten erzeugt werden. Darüber hinaus plant die Provinzregierung weitere Unterstützungsmaßnahmen in den Bereichen Projektentwicklung, Genehmigung und Zulassung. Die Gesetzgebung soll in Kürze verabschiedet werden. Zu welchem Zeitpunkt die entsprechenden Einspeisetarife zu erwarten sind, ist noch nicht bekannt.
Die Provinz Neuschottland besitzt das einzige Gezeitenkraftwerk in Nordamerika, eines von nur drei in der ganzen Welt. Der Energieversorger Nova Scotia Power plant bis 2020 eine Leistung von bis zu 300 MW aus dem Gezeitenwerk für die Provinz beizusteuern.
Weitere Informationen:
Government of Nova Scotia
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