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USA: "Western Climate Initiative" setzt regionales Klimaschutzziel und plant Emissionshandelssystem
05.09.07

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USA: "Western Climate Initiative" setzt regionales Klimaschutzziel und plant Emissionshandelssystem

Wie bereits in vorherigen Ausgaben der Exportnews berichtet, gewinnt die Gesetzgebung für Erneuerbare Energien in den USA vorrangig auf der Ebene einzelner Bundesstaaten an Dynamik. Analog dazu vollziehen sich auch konkrete Vorhaben und Zielsetzungen im Bereich Klimaschutz ohne die US–Bundesregierung.

Im US-weiten Vergleich nimmt der Bundesstaat Kalifornien nicht nur im Hinblick auf die Förderung Erneuerbarer Energien, sondern auch im Klimaschutz eine Vorreiterrolle ein. Parallel zu den jüngst geäußerten Klimaschutzvorhaben von Gouverneur Schwarzenegger, die in Kooperation mit Deutschland und der Europäischen Union realisiert werden sollen, besteht seit Anfang dieses Jahres eine nordamerikanische Klimaschutzinitiative auf US-Bundesstaatenebene: Die so genannte "Western Climate Initiative" wurde im Februar durch die Gouverneure von Kalifornien, Arizona, New Mexico, Oregon und Washington State ins Leben gerufen. Dem Kreis der Gründungsmitglieder traten auch der Bundesstaat Utah und die beiden kanadischen Provinzen British Columbia und Manitoba bei.

Am 22. August, etwa eine Woche vor dem Gespräch zwischen Gouverneur Schwarzenegger und dem deutschen Außenminister Steinmeier in Sacramento/Kalifornien, einigten sich die Mitglieder der "Western Climate Initiative" auf ein gemeinsames regionales Klimaschutzziel für das Jahr 2020 (Reduktion der Treibhausgasemissionen unter 15% bezogen auf das Basisjahr 2005). Darüber hinaus konkretisierten sie die Etablierung eines Emissionshandelsystems bis August 2008 zur Erreichung dieser Zielvorgaben.

Die Mitglieder der "Western Climate Initiative" unterstrichen jedoch, dass durch das gemeinsam gesetzte Reduktionsziel die individuellen Zielvorgaben der einzelnen US-Bundesstaaten und der kanadischen Provinzen nicht ersetzt werden. So verfolgt beispielsweise der Bundesstaat Oregon das Ziel, den Anstieg der Treibhausgasemissionen bis 2010 insgesamt zu stoppen und die Emissionen bis 2020 auf unter 10% denen des Basisjahres 1990 zu reduzieren. Im Jahr 2050 will der Bundesstaat schließlich 75% unterhalb der 1990 emittierten Menge liegen. Gouverneur Schwarzenegger hat in Sacramento erstmals die Idee geäußert, das seit 2005 existierende europäische Emissionshandelssystem zur CO2-Reduktion mit den entstehenden regionalen Emissionshandelssystemen auf der Ebene von US-Bundesstaaten zu verknüpfen.

Weitere Informationen: www.westernclimateinitiative.org

Ansprechpartner:

Thomas Wenzel, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Tel. + 49 (0)30 72 61 65 – 613, E-Mail: wenzel@dena.de

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