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Zielmarkt Kanada: Aktueller Marktüberblick
26.11.08

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Zielmarkt Kanada: Aktueller Marktüberblick

Als waldreiches Land und weltweit größter Produzent und Exporteur forstwirtschaftlicher Produkte deckt Kanada traditionell einen Teil seines Energiebedarfs durch Biomasse. Als einer der bedeutendsten Produzenten von Holz, Zellulose und Papier belaufen sich die jährlichen Holzabfälle von Sägewerken und Papiermühlen des Landes auf etwa 21 Mio. t in Form von Rinde, Sägespänen und Scheiten.

Als Nachfolgeprogramm zur 2007 ausgelaufenen Biodiesel-Initiative aus dem Jahr 2003 hat die kanadische Regierung im Juli 2007 das "ecoEnergy-Programm" aufgelegt, in dessen Rahmen in den kommenden neun Jahren 1,5 Mrd. Kanadische Dollar zur Förderung von Biokraftstoffen bereitgestellt werden sollen. Parallel wurde die Absicht angekündigt, verpflichtende Mindestwerte für die Beimischung von Bioethanol in Kraftstoff (5% ab 2010) und Biodiesel in Heizöl (2% ab 2012) einzuführen.

Nachdem es ab 1990 einen zeitweiligen Rückgang des Neubaus von Wasserkraftwerken gegeben hatte, hat der Preisanstieg bei fossilen Brennstoffen dazu geführt, dass die Wasserkraft in Kanada eine Renaissance erleben und zahlreiche neue Anlagen geplant werden. Die Provinzregierung von Quebec hat 2005 rund 25 Mrd. Kanadische Dollar bereitgestellt, womit bis 2015 zusätzliche Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4.500 MW an den Flüssen La Romaine, Petit Mecatin und Ungava River gebaut werden sollen.

Eine außerordentlich dynamische Entwicklung hat in den letzten beiden Jahren in Kanada die Nutzung von Windkraft genommen. Nachdem sich die installierte Leistung 2006 von 684 MW auf 1.460 MW erhöht hatte (+113%) wird für 2007 erneut ein vergleichbarer Anstieg erwartet. Diese Entwicklung ist sowohl auf Förderprogramme der kanadischen Bundesregierung und mehrerer Provinzregierungen als auch auf die günstigen natürlichen Gegebenheiten in weiten Teilen des Landes zurückzuführen.

Zur Überwindung der Hemmschwelle im Solarbereich adressiert kanadische Regierung insbesondere private Haushalte mit einen 36 Mio. USD dotiertem Sonderprogramm, dass die Nutzung solarthermischer Anlagen zur Warmwassererzeugung und Kühlung bezuschusst. Förderprogramme im Solarenergie-Bereich gibt es darüber hinaus in mehreren Provinzen, so unter anderem in Ontario und Manitoba (Provinz mit den meisten jährlichen Sonnenstunden).

Der Südteil von British Columbia, der zum sogenannten "Ring of Fire" gehört, bietet nach Ansicht von Geologen gute Voraussetzungen zur Nutzung von Erdwärme, so dass langfristig bis zu 25% des Strombedarfs der Provinz aus Erdwärme abgedeckt werden könnten.

Weitere Informationen: www.bfai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200811138004&source=DBNL&sourcetype=NL

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