AHK-Geschäftsreiseprogramm Erneuerbare Energien - renewables - Made in Germany: Geschäftsreise ins Baltikum, 16.11. - 20.11.09
Im gesamten Baltikum gilt Biomasse als die erneuerbare Energiequelle mit dem größten Potenzial. Vor allem Abfälle aus der Forstwirtschaft sowie Stroh aus landwirtschaftlichen Betrieben werden bisher nur in Teilen einer energetischen Nutzung zugeführt.
Die Lebensmittel- und Landwirtschaftsindustrien sowie die Viehzucht sind in den baltischen Ländern stark ausgeprägt. Die hohen Biogas-Potenziale werden wegen des fehlenden Know-how in der Regel nicht genutzt. Hier bieten sich für die deutsche Biogasbranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette gute Anknüpfungspunkte.
Der Anteil von Biobrennstoffen an der Fernwärmeproduktion in LITAUEN lag im Jahre 2007 bei 16,2%. Um den wachsenden Holzbedarf auch in der Zukunft zu decken, werden derzeit Anbauverfahren von Energiepflanzen diskutiert. In Litauen gibt es große Brachflächen aus dem Torfabbau, die zu deren Kultivierung genutzt werden könnten.
Weiterhin bestehen große Potenziale in der Nutzung von Abfällen, die bei der Holzernte entstehen, wobei kostengünstige Verfahren zu deren Nutzung noch nicht etabliert sind. Dies gilt ebenso für die Verwendung landwirtschaftlicher Reststoffe wie Stroh.
Knapp 45% der gesamten Fläche der Republik LETTLAND ist mit Wald bedeckt. Dies führt dazu, dass Holz nicht nur in der holzverarbeitenden Industrie sondern auch als Energiequelle eine wichtige Rolle einnimmt. Rund die Hälfte der Wald- und Forstflächen Lettlands ist in Staatsbesitz und wird fast vollständig bewirtschaftet. Biogasnutzung nahm 2007 lediglich einen Anteil von unter einem Prozent am Anteil erneuerbarer Energien in Lettland ein, die Ausbaupotenziale werden derzeit diskutiert.
In ESTLAND wird der Ausbau von KWK auf Basis biogener Energiequellen durch eine Einspeisevergütung vorangetrieben. Laut des Verbandes "Estonian Power and Heat Association" ist großes Interesse an hocheffizienten KWK-Anlagen vorhanden und die finanziellen Mittel aus den Strukturfonds der EU sind für diese Zwecke vorgesehen.
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Herr Jan Rordorf
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