Belgien: Kohlekraftwerk stellt um auf Biomasse
Der belgische Energieversorger Electrabel Ltd., eine Tochtergesellschaft von GDF SUEZ, meldete Ende September, dass in dem in der Nähe des belgischen Gent betriebenen Kohlekraftwerk Rodenhuize ein Block erfolgreich umgebaut wurde und nun vollständig mit Biomasse betrieben werden kann. Der erneuerte Kraftwerksblock hat eine installierte Kapazität von 180 Megawatt. Für die Umrüstung wurde ein Investitionsvolumen von 125 Millionen Euro benötigt. Es handelt sich um den größten Umbau dieser Art in Belgien.
Insgesamt können mit dem erneuerten Kraftwerksblock jährlich CO2-Emissionen in Höhe von 1,2 Millionen Tonnen vermieden werden. Die Staubfeuerung wird vollständig mit Holzpellets betrieben, deren nachhaltige Herkunft von einem unabhängigen Prüfunternehmen nachgewiesen wird. Ein Drittel (225.000 Tonnen) des jährlichen Holzpelletbedarfs wird Electrabel Ltd. über den Seeweg aus Kanada beziehen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit auch Erdgas und das im benachbarten Stahlwerk anfallende Hochofengas in dem neuen Block zu verbrennen.
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