Bosnischer Stromkonzern investiert in neue Kraftwerke
Sarajewo (gtai) - Der bosnisch-herzegowinische Stromkonzern JP Elektroprivreda BiH (EP BiH) will bis 2025 etwa 2,4 Mrd. Euro in neue Wasser- und Wärmekraftwerke investieren. Ohne zusätzliche Kapazitäten würde die Stromerzeugung den Verbrauch 2018 nicht mehr decken, so eine Berechnung. Der Stromabsatz von EP BiH hat 2008 erstmals wieder das Niveau von 1990 erreicht, dem letzten Jahr vor Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen. Bemängelt werden oft noch die Rahmenbedingungen für Investitionen in Bosnien und Herzegowina.
Zu den prioritären Projekten von EP BiH zählen drei Wärme- und vier Wasserkraftwerke. Die mit 900 Mio. Euro größte Investition ist dabei im siebten Block des Kohlekraftwerks Tuzla geplant. Dieser soll eine Kapazität von 450 MW haben und auch den für 2013 sowie 2018 anvisierten Wegfall des dritten beziehungsweise vierten Blocks mit zusammen 300 MW kompensieren. In den Jahren 2024 und 2025 gehen planmäßig dann auch die Tuzlaer Blöcke fünf (200 MW) und sechs (215 MW) vom Netz.
Zwar hat EP BiH 2008 insgesamt 2.468 GWh mehr Strom produziert als verbraucht wurde, doch würde die Produktion ohne Investitionen 2018 nicht mehr den Bedarf decken, so Prognosen des Konzerns. Neben dem siebten Block in Tuzla will EP BiH daher auch in einen achten Block in Kakanj und in ein neues Kraftwerk in Bugojno investieren. Beide Anlagen sollen mit Kohle befeuert werden, etwa 300 MW Kapazität haben und jeweils 600 Mio. Euro kosten.
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