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Bulgarien: Trotz Kürzung der Einspeisetarife attraktive Förderung
06.07.11

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Bulgarien: Trotz Kürzung der Einspeisetarife attraktive Förderung

Mit dem 1. Juli 2011 sind neue Einspeisetarife in Bulgarien verabschiedet worden. Die Tarife sichern aktuell eine Vergütung über 20 Jahre. Neu eingeführt hat der Gesetzgeber die Unterscheidung von Freiflächen- und Dachflächenanlagen bei der Photovoltaikförderung. Die Differenzierung der Einspeisevergütung nach Anlagengröße bleibt bestehen. Insgesamt gibt es sechs Förderklassen, in die die Photovoltaikprojekte eingeordnet werden. Nach Regierungsaussagen wurden die Fördersätze an die Wirtschaft und an die Entwicklung der Gestehungskosten angepasst. Im Aktionsplan der Regierung wird für das Jahr 2020 ein Anteil von 21 Prozent erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung angestrebt.

Im Gegensatz zur Windenergie wurden in der Photovoltaik starke Kürzungen umgesetzt. Freiflächenanlagen, die 200 kWp übersteigen, werden mit rund 29 Eurocent pro Kilowattstunde vergütet. Dies entspricht einer Kürzung von rund 19 Prozent gegenüber der bisherigen Förderung. Für Dachanlagen bis 200 kWp fiel die Kürzung mit rund 14,8 Prozent auf 30,491 Eurocent pro Kilowattstunde moderater aus. Die bulgarische Währung ist an den Euro gekoppelt und hat einen festen Umrechnungskurs. Im Bereich der Windenergie wurden die im Mai 2011 von der Regierung vorgeschlagen Tarife übernommen. Hierbei wurde der Tarif leicht angepasst. Die Vergütung beträgt 9,763 bzw. 8,846 Eurocent pro Kilowattstunde abhängig von den Volllaststunden. Die Vergütung wird in den folgenden Jahren jährlich zum Juli angepasst und gilt für alle Projekte, die in den darauffolgenden zwölf Monaten umgesetzt werden.

Besonders interessant für deutsche Unternehmen der PV-Branche ist die im Vergleich zu Deutschland höhere Vergütung von Freiflächen- und Dachanlagen. Kritisch für die Umsetzung von Projekten bleibt das Genehmigungsverfahren. Hier konnten noch keine Fortschritte gemacht werden.

Weitere Informationen: State energy and water regulatory commission (DKER), Bulgarian Wind Energy Association (BGWEA), Ministry of Economy, Energy and Tourism of the Republic of Bulgaria

Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu: Bulgarien, Länderprofil Bulgarien

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