Dänemark stärkt seinen Windsektor durch Rückkauf von Überschussstrom
Dänemark plant am 30.11.2009 den Start eines Programms zum Aufkauf von Überschussstrom aus Windkraft. Das Programm soll den dänischen Windsektor sichern und gleichzeitig verhindern, dass die Strompreise stark sinken. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist die skandinavische Strombörse Nord Pool. Nord Pool unterstützt Stromversorger in Gebieten, in denen die Erzeugung hoch ist, die Exportmöglichkeiten oder der Stromverbrauch jedoch gering sind, durch Aufkäufe des Überschussstroms zu einem festen Tarif von 200 EUR/MWh.
In der Vergangenheit hat Dänemark seinen Überschussstrom an seine Nachbarländer verkauft. Das neue Programm zielt darauf ab, den überschüssigen Strom verstärkt im eigenen Land zu nutzen. Gleichzeitig soll der EE-Stromverkauf zu Dumpingpreisen vermieden werden.
Erst im vergangenen Monat trat das sogenannte „Heat Immersion Law“ in Kraft, um den rechtlichen Rahmen für eine Speicherung des überschüssig erzeugten Windstrom zu schaffen. Dies soll praktisch mit Hilfe von Heizstäben in Fernheizwerken umgesetzt werden. So wird der überschüssige Strom gespeichert und in das Energiesystem des Landes integriert, anstelle diese zu exportieren.
Gegenwärtig deckt Dänemark 20 Prozent seines Strombedarfs durch Windkraft.
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