Deutschland stellt Bosnien und Herzegowina Windatlas zur Verfügung
Der deutsche Botschafter in Bosnien und Herzegowina, Joachim Schmidt, hat am 12.5.09 dem Minister für Außenwirtschaft und Handel von Bosnien und Herzegowina, Mladen Zirojevic, einen landesweiten Windatlas übergeben. Dieser wurde von deutscher Seite finanziert und ist der erste seiner Art in Bosnien und Herzegowina. Eine Weltbankstudie hat das theoretische Windkraftpotenzial 2008 auf 2.000 MW geschätzt, wovon wegen Standortbeschränkungen 900 genutzt werden könnten.
In den von deutscher Seite übergebenen Windatlas sind meteorologische Daten eingeflossen, die über 15.000 Stationen teilweise bis zu 30 Jahre lang gesammelt haben. Daher ermöglichen mehr als 230 meteorologische Karten flächendeckende, belastbare Annäherungen an die Windsituation beliebiger Standorte in Bosnien und Herzegowina. Mögliche Kapazitäten lassen sich auf Basis dieses Atlasses genauer einschätzen und die vor Ort nötigen restlichen Messungen können in deutlich weniger als zwölf Monaten durchgeführt werden. Bisher dauern derartige Erhebungen mehrere Jahre.
Der Windatlas vereinfacht somit nicht nur die Ertragsplanung möglicher Investoren und Banken. Auch bei der Raumplanung von Ministerien und lokalen Behörden können die Daten nützlich sein. Bisher gibt es im ganzen Land ein konkretes Windparkprojekt im herzegowinischen Mesihovina. Zu dessen Finanzierung hat die deutsche Bundesregierung die KfW Entwicklungsbank ermächtigt. Nun will die KfW auf Basis des neuen Windatlasses mit lokalen Partnern weitere Standorte für ergänzende Messungen definieren.
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