Frankreich: Ausschreibungsverfahren für Offshore-Wind und große PV-Projekte geplant
Frankreich will seinen Windenergiesektor ausbauen, um mit seinen Nachbarländern mithalten zu können und die 2020-Vorgaben für erneuerbare Energien im Nationalen Aktionsplan einhalten zu können. Derzeit macht die Windenergie nur einen Anteil von zwei Prozent an den Erzeugungskapazitäten aus. Ziel ist es, bis 2020 25 GW an Windenergie-Kapazität, davon sechs GW im Offshore-Bereich, zu realisieren. Mit dem Ausbau plant der französische Präsident Sarkozy, 10.000 neue Jobs zu erschaffen.
Ein großer Schritt soll nun durch die Errichtung eines 10 Mrd. Euro teuren Megaprojekts im Offshore-Bereich gemacht werden. Insgesamt sollen 600 Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von 3 GW entlang Frankreichs Küste gebaut werden. Die Anlagen, gebündelt in fünf großen Windparks, sollen 2015 ans Netz gehen. Die offizielle Ausschreibung soll im April bekannt gegeben werden, Ergebnisse werden Anfang 2012 erwartet. Der Ausschreibungsbeginn war eigentlich schon für September 2010 geplant, musste jedoch verschoben werden. EDF und Alstom haben bereits angekündigt, gemeinsam ein Angebot zu erarbeiten. Auch GDF Suez, Siemens und Vestas wollen sich beteiligen.
Gleichzeitig ist in Frankreich geplant, den Zubau von PV-Freiflächenanlagen mit einem Ausschreibeverfahren zu beschränken.
Weitere Informationen:
Ministère de l’écologie, du développement durable, des transports et du logement
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