Griechenland: Einhaltung der Kyoto-Ziele ungewiss / Ausbau der Erneuerbaren Energien verläuft zögerlich
Im Gegensatz zu den meisten EU-Mitgliedstaaten wurde Griechenland im Rahmen des Kyoto-Protokolls eine leichte Erhöhung der Emissionen zugestanden (25 % bis 2012 im Vergleich zu 1990). Dennoch erscheint es aus heutiger Sicht nicht realistisch, dass Griechenland diese Zielvereinbarung einhalten kann.
Um die Treibhausgasemissionen zu senken, hatte die griechische Regierung einen nationalen Aktionsplan verabschiedet, der neben dem Ausbau Erneuerbarer Energien eine verstärkte Nutzung von Erdgas und die Steigerung der Energieeffizienz vorsieht. Insbesondere die Einführung des sogenannten OPC-Programms (Operational Programme Competitiveness) wurde als wichtiger Schritt gesehen, um den griechischen Energiesektor zu modernisieren und Anreize für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu setzen. Jedoch blieb die Wirkung dieses staatlichen Förderprogramms bisher hinter seinen Erwartungen zurück.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie sieht die Ursache dafür unter anderem in den komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen und fehlenden Investitionen bei der Netzanpassung. Der Großteil der Investitionen wurde im griechischen Windmarkt getätigt. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass zwischen 2000 und 2006 der für eine Reduzierung der Treibhausgase notwendige Ausbau von regenerativen Energiequellen lediglich zu 50 % erfolgt ist. Um das Ziel für 2010 zu erreichen, erscheinen zusätzliche Investitionen in Höhe von 740 Millionen Euro notwendig. Vor diesem Hintergrund, so die Studie, erscheine es nicht realistisch, dass das Kyoto Ziel bis 2012 erreicht werden könne.
Weitere Informationen:
www.cres.gr/etres
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