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Großbritannien: Kürzung der Einspeisevergütungen geplant?
16.02.11

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Großbritannien: Kürzung der Einspeisevergütungen geplant?

Die britische Regierung kündigt aktuellen Angaben zufolge eine umfassende Überarbeitung der im April 2010 eingeführten Einspeisetarife an.  So könnte eine Kürzung schon vor der gesetzlich vorgesehenen Prüfung im Jahr 2012 erfolgen. Bereits im Oktober vergangenen Jahres kamen Gerüchte um eventuelle Tarifkürzungen auf (siehe auch Meldung vom 12.10.2010).

Gründe für die geplanten Überarbeitungen sind Bedenken, dass PV-Großanlagen den größten Teil des Fördervolumens aufbrauchen könnten, der ursprünglich für kleinere Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen gedacht war. Angaben des britischen Energieministeriums (DECC) zufolge, soll die Prüfung von PV-Anlagen mit einer Leistung von über 50 KW beschleunigt werden, sodass die neuen Einspeisetarife so schnell wie möglich in Kraft treten können. Laut des britischen Energieministers, Chris Huhne waren große Solarkraftwerke bei der ursprünglichen Einspeiseregelung nicht vorgesehen. Nun befürchtet er, dass der Förderetat, der für Privatpersonen und Kommunen gedacht war, die ihren eigenen grünen Strom produzieren wollen, möglicherweise durch kommerzielle Großprojekte ausgeschöpft wird.

Diese Pläne werden  von einigen Branchenvertretern und Institutionen kritisch aufgenommen. So befürchtet die Renewable Energy Association (REA), dass geplante Solarprojekte für Schulen, Krankenhäuser und Kommunen durch die Kürzung der Einspeisevergütung für Anlagen ab 50 Kw gefährdet sein könnten. Die plötzliche Kürzung der Tarife könnte sich besonders negativ  für Entwickler und internationale Zulieferer auswirken, die bereits mit dem Bau von Großprojekten im Land begonnen haben und nicht mit Umstrukturierungen in diesem Bereich gerechnet haben. Einige Beobachter rechnen zudem damit, dass es in nächster Zeit zu einem Wettlauf zwischen den Unternehmen kommen könnte, die noch vor Inkrafttreten der neuen Tarife eine Baugenehmigung für ihre Projekte erhalten wollen.

Weitere Informationen: U.K. Department of Climate Change (DECC)

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