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Italien: Änderungen der PV-Förderung
17.05.11

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Italien: Änderungen der PV-Förderung

Mit Veröffentlichung im offiziellen Amtsblatt sind die lange diskutierten Änderungen der Förderung für Photovoltaik in Italien nun offiziell. Die Anpassungender Regierung zielen darauf ab, die Förderungen ab Juni 2011 über eine Begrenzung der Fördermittel einzuschränken.

Mit der neuen Regelung (Conto Energia IV) gilt vom Juni 2011 bis Ende 2012 eine neue monetäre Förderobergrenze für Großanlagen in Höhe von 580 Mio. Euro. Ausgehend von den derzeitigen Marktpreisen sehen Branchenbeobachter die Möglichkeit eines Zubaus von über 2,6 Gigawatt (GW) bis Ende des kommenden Jahres in diesem Segment. Über 1,36 Mrd. Euro Fördermittel stehen dann für den Folgezeitraum bis 2016 zur Verfügung.

Die Einordnung von förderfähigen Anlagen wurde ebenfalls verändert. Zwar wird weiterhin zwischen „Anlagen auf Gebäuden“ und „anderen Anlagen“ unterschieden.  Im Dachanlagensegment werden jedoch zukünftig Anlagen mit einer Leistung von bis zu einem MWp als Kleinanlagen berücksichtigt. Bei Freiflächenanlagen wurde diese Grenze bereits auf maximal 200 kWp festgelegt.

Von Juni 2011 bis Ende des Jahres ist eine monatliche Absenkung der Fördertarife um fünf Prozent vorgesehen. Im Jahr 2012 findet dann eine halbjährliche Degression der Tarife statt. Ab dem zweiten Halbjahr 2013 wird die Höhe der Degression an den aktuellen Zubau im italienischen Photovoltaik-Markt angepasst.

Eine weitere Neuerung im Rahmen des Conto Energia IV besteht in einem zusätzlichen Bonus in Höhe von fünf Prozent des Tarifes für Anlagenbetreiber, wenn 60 Prozent der Investitionskosten innerhalb der EU erbracht wurden.
Ein Viertel des gesamten italienischen Stromverbrauchs (75.270 GWh) wurde 2010 auf Basis regenerativer Energien erzeugt. Dabei entfielen neben der Wasserkraft (67 Prozent) sowie der Biomasse-Nutzung (13 Prozent) insgesamt elf Prozent auf die Windenergie. Unter den erneuerbaren Energien hatte die Photovoltaik einen Anteil von zwei Prozent.

Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu: Italien

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