Kroatiens Biomassesektor gerät in Bewegung
Zur Deckung des eigenen Energiebedarfs ist Kroatien auf Energieimporte angewiesen. Eines der Hauptziele der kroatischen Energiestrategie ist es, die Abhängigkeit von Energieimporten u. a. mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zu minimieren.
Derzeit ist der Anteil erneuerbarer Energien (ohne große Wasserkraft) an der Stromversorgung jedoch sehr gering und betrug 2008 156 GWh (ca. 1 Prozent). Seit 2005 nimmt der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Leistung dank des gezielten Ausbaus im Bereich der Windenergie jedoch kontinuierlich zu.
Im Bereich der Wärmeerzeugung spielen erneuerbare Energien und hier vor allem die traditionelle Nutzung von Holz eine wichtige Rolle. Im Jahr 2008 betrug deren Anteil rund 8,4 Prozent.
Insgesamt bestehen derzeit in Kroatien Biomasseanlagen mit einer installierten Wärmeleistung von 512 MWth. Weitere Biomasseanlagen werden derzeit gebaut. So plant das österreichische Unternehmen Res Invest Holding GmbH den Bau einer 19,2 MW Biomasseanlage. Die Fertigstellung der Anlage in Jasenovac wird noch bis Mitte 2012 andauern. Danach wird sie mit einer installierten Kapazität von 7,2 MWel Strom und von 12 MWth Wärmeenergie generieren können. Genutzt werden dabei vor allem Pellets und Abfälle aus der Holzverarbeitung. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 29 Millionen Euro. Die Anlage in Jasenovac gehört zu einer Reihe von insgesamt sechs Biomasseanlagen, die die Firma in Kroatien bauen möchte. Für den Bau einer zweiten Anlage in Vrbanja läuft derzeit das Genehmigungsverfahren. Alle Investitionsvorhaben sollen gleichzeitig durchgeführtwerden , um die Projektrisiken zu mindern.
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