Länderprofil: Island
Island besitzt einzigartige Voraussetzungen zur Nutzung erneuerbarer Energien, sodass bereits 82 Prozent des Primärenergiebedarfs mit regenerativ erzeugten Energien abgedeckt werden. Etwa zwei Drittel davon basieren auf Geothermie. Strom wird zu über 99 Prozent aus Wasserkraft und Geothermie erzeugt.
Weiteren erneuerbaren Energiequellen kommt im isländischen Energiehaushalt weniger Bedeutung zu. Als energiepolitisches Ziel gilt die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen bis 2050. Alternative Energieträger wie Biogas und Wasserstoff sollen dann im Transportsektor und in der Fischereiflotte die fossilen Energieträger ersetzen.
Da das isländische Netz vom amerikanischen und europäischen Kontinent isoliert ist, kann der in Island sehr günstig und beinahe CO2-neutrale Strom nur vor Ort genutzt werden. Seit den 1970er Jahren wird deshalb gezielt Standortpolitik betrieben, um energieintensive Industrien, besonders die Aluminiumindustrie, auf der Insel anzusiedeln. In jüngster Zeit werden die Bemühungen verstärkt, auch energieintensive Rechenzentren auf der Insel zu etablieren.
Trotz der Wirtschaftskrise, die Island sehr stark betroffen hat, sehen Experten durch die sinkenden Preise neue Chancen für ein hohes Investitionspotential für den Standort Island.
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