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08.07.09

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Länderprofil: Luxemburg

Luxemburg besitzt keine eigenen fossilen Energiereserven und muss demnach ca. 99% der benötigten Energie aus dem Ausland importieren. Die erneuerbaren Energien in Luxemburg stellen – neben der Verbesserung der Energieeffizienz - die einzige heimische Energiequelle dar. Um den extrem hohen Grad der Importabhängigkeit zu reduzieren, setzt die Regierung verstärkt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Kraft-Wärme-Kopplung. Bis 2015 soll so der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 5,7% betragen. Um dieser zukünftigen Entwicklung Rechnung zu tragen, wurde eine Reihe von zielgruppenspezifischen Gesetzen und Großherzoglichen Verordnungen erlassen. Mit der Novellierung der Einspeisetarife im Februar 2008 erhöhten sich diese für feste Biomasse und Biogas um mehr als 40%.

Im Land mit der höchsten PV-Leistung pro Kopf weltweit wird der PV-Strom seit 1. Januar 2008 in Abhängigkeit der Anlagengröße vergütet. Zusätzlich wird für alle EE-Technologien ein Investitionskostenzuschuss von 20-50% gewährt. Für feste Biomasse, Biogas und Holzabfälle wird zudem seit diesem Jahr ein sogenannter Wärme-Bonus für Kraft-Wärme-Kopplung gezahlt. Der Anteil der Biokraftstoffe am gesamten Benzin- und Dieselverbrauch soll auf 5,75% bis 2010 erhöht werden. So besteht für die Beimischung von Biokraftstoffen seit 2006 eine Steuerbefreiung und seit 2007 eine Beimischungspflicht von 2%. Auch im Bereich der Energieeffizienz wurde ein Nationaler Energieeffizienzplan (NEEAP) im Februar 2008 veröffentlicht, der mit umfangreichen Maßnahmen und Strategien die Erfüllung des nationalen Einsparziels von 9% bis 2016 umsetzen und sogar mit 10,4% übererfüllen möchte.

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