Länderprofil: Ungarn
Ungarn ist in einem hohen Maße von Energieimporten abhängig, um seine eigene Energieversorgung zu gewährleisten. Außer über Kohle- und Erdgasvorkommen verfügt das Land kaum über ausreichende Ressourcen an fossilen Energieträgern. Allerdings sind Voraussetzungen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Ungarn günstig. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung betrug in 2006 4,6%. Mit Hilfe von Programmen wie dem Operationalen Programm Umwelt und Energie (KEOP), dem Ungarischen Energiesparprogramm (NEP) und dem Kreditprogramm der ungarischen Entwicklungsbank MFB soll der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommarkt bis zum Jahr 2020 auf 14,5-18% steigen. Der Beitrag an der Wärmeerzeugung soll sich bis 2020 verdreifachen. Am 01.01.2008 ist die Einspeisetarifverordnung für Strom aus erneuerbaren Energien in Kraft getreten. Demnach werden alle Technologien unterschiedlich vergütet. Zudem müssen die Strommengen, die voraussichtlich in das Netz eingespeist werden, angemeldet werden und Produktionsabweichungen würden mit einer Strafe belegt werden. Im Wohnungsbausektor sollen neben Energieeffizienzmaßnahmen auch vermehrt erneuerbare Energien zur Wärmegewinnung zum Einsatz kommen.
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