Neue Marktstudie: Länderprofil Belgien
Belgiens Energieversorgung ist in einem hohen Maße von Energieimporten abhängig. Die Erneuerbaren haben derzeit einen Anteil von fünf Prozent. Gemäß EU-Vorgaben soll der Anteil der regenerativen Energie am Endenergieverbrauch des Königreichs bis 2020 auf 13 Prozent steigen.
Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es in Belgien verschiedene Förderinstrumente für erneuerbare Energien. Sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene (Flandern und Wallonien) existieren Quotenregelungen. Darüber hinaus gibt es auf nationaler Ebene noch steuerliche Begünstigungen bei Investitionen in Geothermie- und Photovoltaikanlagen.
Vielversprechend ist die zukünftig geplante Entwicklung der belgischen Windenergie. Bis 2020 sollen bis zu 4,3 GW am Netz sein. Genug um ca. neun Prozent des nationalen Strombedarfs zu decken. Im Jahr 2030 sollen insgesamt 6,8 GW an installierter Leistung am Netz sein. Zusätzlich ist die Akzeptanz der Bevölkerung für Windkraft in Belgien sehr hoch.
Im Bereich Solarenergie besitzt das Land ebenfalls gute Potenziale. Für die Photovoltaik ist seit 2002 ein deutlicher Anstieg zu beobachten, der hauptsächlich in Flandern stattfindet, wo Ende 2010 88 Prozent der PV- Kapazitäten Belgiens installiert waren. Wallonien hingegen hat im Bereich Solarthermie hohe Wachstumsraten zu verzeichnen.
Traditionell spielt die Bioenergie ebenfalls eine wichtige Rolle in Belgien. Hier ist vor allem der Pelletmarkt zu nennen.
Das Länderprofil Belgien gibt Auskunft durch welche Maßnahmen und Technologien die Energiegewinnung aus Erneuerbaren zur Stromerzeugung, Wärmeversorgung und Kühlung und zur Treibstoffversorgung im Transportsektor bis 2020 weiter ausgebaut werden soll.
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