Neue Marktstudie: Länderprofil Malta
Maltas Energiehaushalt ist nahezu vollständig von Ölimporten abhängig. Strom wird in den beiden einzigen Kraftwerken in Marsa und Delimara von dem staatlichen Energieunternehmen Enemalta Corporation erzeugt. Bis 2013 soll die unterseeische Stromanbindung zwischen Malta und Sizilien fertiggestellt werden. Damit ist ein Netzanschluss an das gesamteuropäische Stromnetz gewährleistet, der sich wohl auch auf den Ausbau erneuerbarer Energien auswirken wird. Von dem europäischen Stromnetzanschluss wird beispielsweise die Errichtung des Offshore-Windparks Sikka Il-Bajda abhängig gemacht, der eine Kapazität von 100 MW aufweisen soll.
Als EU-Mitgliedsland ist Malta entsprechend der EU-Richtlinie 2009/28/EG dazu verpflichtet seine Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Bis 2020 soll der Inselstaat zehn Prozent seines Endenergieverbrauchs aus Erneuerbaren bestreiten, gegenwärtig liegt der Anteil bei unter einem Prozent. Naturräumliche Bedingungen favorisieren hier vor allem den Einsatz von Windkraftanlagen, PV-Systemen und solarthermischen Kollektoren.
Anreizsysteme wie Einspeisetarife für erneuerbaren Strom und andere Subventionen sollen sich positiv auf den regenerativen Energiemarkt auswirken.
Das Länderprofil Malta gibt Auskunft durch welche Maßnahmen und Technologien die Energiegewinnung aus Erneuerbaren zur Stromerzeugung, Wärmeversorgung und Kühlung und zur Treibstoffversorgung im Transportsektor bis 2020 weiter ausgebaut werden soll.
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