Neue Marktstudie: Länderprofil Norwegen
Der Energiemarkt Norwegens ist vollständig liberalisiert, so dass norwegische Stromkunden ihren Stromversorger frei wählen können. Die Versorgung allerdings ist nachwievor weitestgehend in der Hand des staatlichen Unternehmens Statkraft SF. Das Unternehmen verfügt über einen Großteil der Stromerzeugungskapazitäten und zusätzlich über zahlreiche Unternehmensbeteiligung an regionalen und lokalen Stromversorgern.
Der Endenergieverbrauch Norwegens nimmt seit 1998 tendenziell ab. Strom macht in Norwegen rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs aus. Hier ist die Wasserkraft der dominierende Erzeuger, mit einem Anteil von über 95 Prozent an der gesamten Stromproduktion.
Die Pläne der Regierung sehen vor, den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung des Landes bis 2020 auf 40 TWh (ohne große Wasserkraft) zu steigern. 2008 betrug dieser etwa 5,4 TWh. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll vor allem durch neue Erzeugungskapazitäten im Bereich On- und Offshore- Windenergie, aber auch durch eine Ausweitung der Nutzung der Biomasse im Transport- und Wärmesektor erreicht werden.
Die erneuerbaren Energien werden durch Investitionszuschüsse, die durch das staatliche Unternehmen ENOVA vergeben werden, gefördert. Ab Anfang 2012 wird zusätzlich ein Handelssystem für Grüne Zertifikate eingeführt. Norwegen schließt sich dem bereits bestehenden Zertifikatehandel Schwedens an. Außerdem bestehen für alle Erneuerbare-Energie-Technologien umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsprogramme, die beispielsweise bereits dem norwegischen Solarenergiesektor starken Auftrieb gaben.
Das Länderprofil Norwegen umfasst 87 Seiten und kann über die Internetseiten der Exportinitiative Erneuerbare Energien heruntergeladen werden.
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